Die Software für Donald Trumps neues Social Network ist geklaut
Die Software für den neuen Social Networking-Versuch Donald Trumps ist geklaut. Der Gründer von Mastodon, Eugen Rochko, prüft nun die Einleitung juristischer Schritte gegen die Betreiber der so genannten "Truth"-App.
Bereits bei der Ankündigung der neuen Plattform fiel deren Ähnlichkeit zu Trumps früherem Lieblings-Sprachrohr Twitter auf. Mastodon ist im Grunde ein freies System, das sich dicht an den Funktionsprinzipien Twitters orientiert, aber verschiedene Verbesserungen mitbringt. Dazu gehört unter anderem die dezentrale Struktur. Die grundlegende Form der Mitteilungen spiegelt sich hier aber wider.
Mastodon ist dabei zwar eine freie Software, die aber trotzdem Lizenzen unterliegt, die zu beachten sind. "Die Einhaltung unserer AGPLv3-Lizenz ist mir sehr wichtig, da dies die einzige Grundlage ist, auf der ich und andere Entwickler bereit sind, jahrelange Arbeit kostenlos abzugeben", erklärte Rochko. Die Lizenz verlangt, dass Veränderungen an der Software komplett offengelegt und für andere Nutzer verfügbar gemacht werden müssen. Darüber hinaus muss auf die freie Lizenz selbst verwiesen werden. Beides ist hier nicht der Fall.
Hinter der neuen "Truth"-Plattform steckt das Unternehmen Trump Media & Technology Group. Diese soll dafür sorgen, dass der nächste Versuch Trumps, sich ein neues Sprachrohr im Netz aufzubauen, etwas erfolgreicher läuft. Beim letzten Mal probierte der ehemalige US-Präsident es mit einem Blog, das aber schon nach zwei Beiträgen wieder abgeschaltet wurde.
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Mastodon ist dabei zwar eine freie Software, die aber trotzdem Lizenzen unterliegt, die zu beachten sind. "Die Einhaltung unserer AGPLv3-Lizenz ist mir sehr wichtig, da dies die einzige Grundlage ist, auf der ich und andere Entwickler bereit sind, jahrelange Arbeit kostenlos abzugeben", erklärte Rochko. Die Lizenz verlangt, dass Veränderungen an der Software komplett offengelegt und für andere Nutzer verfügbar gemacht werden müssen. Darüber hinaus muss auf die freie Lizenz selbst verwiesen werden. Beides ist hier nicht der Fall.
Prüfung läuft
Rochko erklärte, sich jetzt rechtlich in der Angelegenheit beraten zu lassen. Ob man eine Klage einreichen wird, ist aktuell noch nicht klar. Wahrscheinlich wird man sich erst einmal auf anderem Weg Gehör verschaffen. Denn für gewöhnlich verfügen Open Source-Entwicklungs-Teams nicht über größere finanzielle Ressourcen, mit denen sie eine umfangreiche Auseinandersetzung vor Gericht bezahlen könnten.Hinter der neuen "Truth"-Plattform steckt das Unternehmen Trump Media & Technology Group. Diese soll dafür sorgen, dass der nächste Versuch Trumps, sich ein neues Sprachrohr im Netz aufzubauen, etwas erfolgreicher läuft. Beim letzten Mal probierte der ehemalige US-Präsident es mit einem Blog, das aber schon nach zwei Beiträgen wieder abgeschaltet wurde.
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Christian Kahle
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