Norwegen: Drei Jahre vor Termin kauft quasi niemand mehr Verbrenner

Norwegen wird voraussichtlich schneller aus der Verbrenner-Technologie aussteigen als bisher offiziell geplant. Der Umstieg auf die Elektromobilität erfolgt dabei nicht zwangsweise, laut den rechtlichen Rahmenbedingungen wäre noch etwas Zeit. Nach Angaben der Norwegian Automobile Federation (NAF) befindet sich das Land auf bestem Wege, bei den Neuzulassungen bereits bis zum kommenden Frühling quasi komplett Abschied von reinen Benzinern und Diesel zu nehmen. Obwohl die Regierung erst das Jahr 2025 als Ausstiegsdatum festgelegt hat, kauft in dem skandinavischen Land schon jetzt kaum noch jemand einen neuen Verbrenner.

Fahrzeuge, die mit einem reinen Verbrennungsantrieb ausgestattet sind, kamen in den letzten acht Monaten auf einen Gesamtanteil an den Neuzulassungen von unter zehn Prozent. Benziner machten dabei einen Anteil von 4,93 Prozent an den Neuzulassungen aus, Diesel kamen auf 4,73 Prozent. Im gleichen Zeitraum des letzten Jahres lag der Anteil insgesamt noch bei 21 Prozent, über der 50-Prozent-Marke lagen Verbrenner zuletzt im Jahr 2017.

BEVs presschen schnell voran

Im gleichen Zeitraum erreichten die Hybrid-Antriebe einen Anteil von 28,4 Prozent am Gesamtmarkt, wobei den überwiegenden Teil hier die Plugin-Hybride ausmachten. Mit einem Anteil von 62,5 Prozent nehmen die reinen batterieelektrisch betriebenen PKW (BEVs) den größten Anteil ein, im vergangenen Jahr hatten diese die 50-Prozent-Marke überschritten. Die Anteile verschieben sich auch schnell weiter, wie der Monat September zeigt: BEVs liegen inzwischen bei 77,5 Prozent, reine Verbrenner nur noch bei 5,3 Prozent.

Das Beispiel Norwegen zeigt dabei, dass die Elektrifizierung des Straßenverkehrs recht zügig vorankommen kann, wenn von politischer Seite die Weichen richtig gestellt werden. Die norwegische Regierung hatte mit Prämien und Steuerregelungen Anreize gesetzt, die Lade-Infrastruktur ausgebaut und ein klares, frühes Ausstiegsdatum festgelegt - in der Kombination führte dies dazu, dass die Verbraucher letztlich schneller von den alten Antrieben abrückten als erwartet.

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