Benzin-Krise: Briten rennen Elektroauto-Händlern die Türen ein
Viele Briten reagieren mit Aggression und Panikkäufen auf die aktuellen Engpässe bei Benzin und Diesel. Wer allerdings kann, nimmt die Lage als Zeichen hin und geht zum nächsten Anbieter von Elektroautos, wie ein Bericht des Guardian zeigt.
Normalerweise würden die Menschen Elektroautos aus Umweltschutz- und Kostengründen und auch aufgrund der großartigen Technologie kaufen wollen, schildert Martin Miller, Chef des Autohauses EV Experts, seine bisherigen Erfahrungen. "Aber Freitag war dann einer der Momente, an denen die Leute sagen: 'Weißt du was, das ist das Zeichen, dass wir auf Elektro umsteigen sollten'."
Und Symbolcharakter hatten die Bilder der letzten Tage durchaus: Vor den Tankstellen, die noch Treibstoff abgeben konnten, gab es nicht nur lange Schlangen. Teils kam es auch zu handfesten Auseinandersetzungen um die letzten Sprit-Reserven. Unterdessen können sich die Anbieter von Elektroautos kaum noch vor Kundschaft retten. In Millers Firma sieht es ebenso aus wie bei vielen anderen Anbietern: Die Terminkalender für Testfahrten sind bis auf Weiteres komplett ausgebucht und verfügbare Fahrzeuge auf dem Hof gibt es schlicht nicht mehr.
Aber auch unabhängig von konkreten Ereignissen steigen die Anteile von elektrisch betriebenen Fahrzeugen immer weiter an. Batterieelektrische und hybride Fahrzeuge kamen sowohl im Juni als auch im Juli bei den Neuanmeldungen auf höhere Zahlen als Diesel. Die Entwicklung dürfte sich zügig weiter verschieben. Immerhin wird Großbritannien die Neuzulassung reiner Verbrenner bereits im Jahr 2030 einstellen, Hybride lässt man nur noch bis 2035 neu auf die Straßen.
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Und Symbolcharakter hatten die Bilder der letzten Tage durchaus: Vor den Tankstellen, die noch Treibstoff abgeben konnten, gab es nicht nur lange Schlangen. Teils kam es auch zu handfesten Auseinandersetzungen um die letzten Sprit-Reserven. Unterdessen können sich die Anbieter von Elektroautos kaum noch vor Kundschaft retten. In Millers Firma sieht es ebenso aus wie bei vielen anderen Anbietern: Die Terminkalender für Testfahrten sind bis auf Weiteres komplett ausgebucht und verfügbare Fahrzeuge auf dem Hof gibt es schlicht nicht mehr.
2030 ist Stichtag
Der Autohaus-Besitzer berichtete davon, dass Kunden ihre Verbrenner, die sie in Zahlung geben wollten, einfach hinstellten - und man sie aufgrund leerer Tanks nicht mehr bewegt bekam. Auch andere Anbieter berichten mehr oder weniger von ähnlichen Erlebnissen. Vor allem aber davon, dass sie diese Trigger-Momente zuletzt häufiger wahrnahmen. Auch die Verschärfung der Umweltzone in London sorgte schon für einen Sprung beim Interesse.Aber auch unabhängig von konkreten Ereignissen steigen die Anteile von elektrisch betriebenen Fahrzeugen immer weiter an. Batterieelektrische und hybride Fahrzeuge kamen sowohl im Juni als auch im Juli bei den Neuanmeldungen auf höhere Zahlen als Diesel. Die Entwicklung dürfte sich zügig weiter verschieben. Immerhin wird Großbritannien die Neuzulassung reiner Verbrenner bereits im Jahr 2030 einstellen, Hybride lässt man nur noch bis 2035 neu auf die Straßen.
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Christian Kahle
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