Provider verklagt Netflix nach Traffic-Boom durch Hits wie 'Squid Game'
Die neue Netflix-Serie Squid Game entwickelt sich nach einem fulminanten Start zum absoluten Streaming-Hit und könnte schon bald das meistgesehene Format des US-Konzerns sein. Auch in seinem Herkunftsland Südkorea ist Squid Game extrem beliebt - was jetzt zu einer Klage gegen Netflix führt.
Der größte Netzbetreiber Südkoreas, SK Telecom, hat laut der Nachrichtenagentur Reuters Klage gegen Netflix angestrengt, weil man den US-Streaming-Giganten dazu bringen will, wie andere große Internetfirmen Abgaben für die Nutzung der koreanischen Breitband-Infrastruktur zu zahlen. Netflix-Inhalte verursachen nach Angaben von SK Telecom so viel Datenvolumen wie kaum ein anderer Internetdienst. Nur Googles YouTube sorgt in Korea für noch mehr Traffic, so das Unternehmen.
Dass Diensteanbieter für die Nutzung der Netze der Provider zahlen, ist in Südkorea nicht ungewöhnlich. Amazon, Apple, Facebook und diverse weitere Firmen zahlen bereits dafür, dass SK Telecom und seine Tochter SK Broadband ihre Inhalte zu den Nutzern leiten. Ausgerechnet YouTube und Netflix als die beiden größten Traffic-Verursacher sind jedoch bisher nicht bereit, ihrerseits Gebühren zu zahlen.
Seit 2018 habe sich die Datenmenge, die SK Telecom von Netflix-Servern aus Hong Kong und Japan nach Südkorea übertragt, um das 24-fache erhöht, so die Argumentation des Netzbetreibers. Netflix beharrt allerdings darauf, dass die Durchleitung der Inhalte zu den Kunden in Südkorea Teil der vertraglichen Pflichten des Providers gegenüber seinen Nutzern ist.
SK geht davon aus, dass Netflix eigentlich rund 20 Millionen Euro allein für das Jahr 2020 zu zahlen hätte. Die Unternehmen streiten sich vor Gericht schon länger um Durchleitungsgebühren, doch durch den jüngsten Traffic-Anstieg in Folge der Popularität von Squid Game und einigen anderen Serien sieht sich SK Telecom erneut in seinen Vorwürfen bestätigt. Das Unternehmen geht deshalb ein weiteres Mal gegen Netflix vor.
Die Netflix-Serie, in der die Teilnehmer in einer Art fiktivem Überlebenswettkampf in diversen Kinderspielen antreten, ist weltweit ein riesiger Erfolg. Sie stammt aus Südkorea und konnte sich unter anderem in den USA an die Spitze der meistgestreamten Inhalte bei Netflix setzen. Es ist das erste Mal, dass eine südkoreanische Serie dies erreicht hat.
Zahlungen durch Diensteanbieter sind in Südkorea üblich
Weil die Datenmengen durch den riesigen Erfolg der neuen Netflix-Serie "Squid Game" und einiger anderer Sendungen wie "D.P." zuletzt noch einmal massiv gestiegen sind, will SK Telecom durch seine Klage nun dafür sorgen, dass Netflix sich mit der Zahlung von Gebühren am Betrieb der Infrastruktur und den Kosten für den höheren Datendurchsatz beteiligt.Dass Diensteanbieter für die Nutzung der Netze der Provider zahlen, ist in Südkorea nicht ungewöhnlich. Amazon, Apple, Facebook und diverse weitere Firmen zahlen bereits dafür, dass SK Telecom und seine Tochter SK Broadband ihre Inhalte zu den Nutzern leiten. Ausgerechnet YouTube und Netflix als die beiden größten Traffic-Verursacher sind jedoch bisher nicht bereit, ihrerseits Gebühren zu zahlen.
Seit 2018 habe sich die Datenmenge, die SK Telecom von Netflix-Servern aus Hong Kong und Japan nach Südkorea übertragt, um das 24-fache erhöht, so die Argumentation des Netzbetreibers. Netflix beharrt allerdings darauf, dass die Durchleitung der Inhalte zu den Kunden in Südkorea Teil der vertraglichen Pflichten des Providers gegenüber seinen Nutzern ist.
SK geht davon aus, dass Netflix eigentlich rund 20 Millionen Euro allein für das Jahr 2020 zu zahlen hätte. Die Unternehmen streiten sich vor Gericht schon länger um Durchleitungsgebühren, doch durch den jüngsten Traffic-Anstieg in Folge der Popularität von Squid Game und einigen anderen Serien sieht sich SK Telecom erneut in seinen Vorwürfen bestätigt. Das Unternehmen geht deshalb ein weiteres Mal gegen Netflix vor.
Die Netflix-Serie, in der die Teilnehmer in einer Art fiktivem Überlebenswettkampf in diversen Kinderspielen antreten, ist weltweit ein riesiger Erfolg. Sie stammt aus Südkorea und konnte sich unter anderem in den USA an die Spitze der meistgestreamten Inhalte bei Netflix setzen. Es ist das erste Mal, dass eine südkoreanische Serie dies erreicht hat.
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