Chipkrise bleibt: Auto-Hersteller nutzen einfach viel zu alte Bauteile

Zwischen der Automobilindustrie und der Halbleiter-Branche gibt es weitaus mehr zu klären als die reine Frage der Liefermengen. Denn die Chiphersteller wollen nicht in uralte Technologien in­ves­tie­ren, weil bei Autos auf halbwegs moderne Komponenten ver­zich­tet wird. Weltweit liegen derzeit Fertigungsanlagen für Autos brach, weil schlicht nicht genug Halbleiter-Produkte vorhanden sind. Wie aus einem Bericht des US-Magazins Fortune hervorgeht, wird sich dies auch erst wieder ändern, wenn die Autobranche ihre Modellserien nachjustiert. Denn die Chips, die man jetzt gern verbauen würde, dürfte es auch zukünftig nicht mehr in ausreichenden Mengen geben.

Intel-Chef Pat Gelsinger bracht es kürzlich beim Besuch auf der Automesse IAA in München auf den Punkt: "Ich baue ihnen so viele Intel-16-Nanometer-Chips wie sie wollen", sagte er. Konzipiert sind die Fahrzeuge allerdings mit Komponenten, die auf Architekturen von 45 bis 90 Nanometer basieren. Stand der Technik war dies aus Sicht der Chipbranche vor mehr als einem Jahrzehnt.

Man baut keine alten Werke

Es sei weder ökonomisch noch strategisch sinnvoll, in neue "alte" Fertigungslinien zu investieren, um der Autobranche mehr von ihren betagten Chips liefern zu können, führte der Intel-Chef weiter aus. Aus seiner Sicht wäre es hilfreicher, die Investitionen zu nutzen, um die Fahrzeug-Designs auf modernere Komponenten umzustellen.

Ganz so einfach ist das allerdings nicht. Denn es ist nur eine Seite der Geschichte, dass die Autobranche natürlich auch deshalb auf die alten Chips setzt, weil diese sehr billig zu haben sind. Auf der anderen Seite sind diese Komponenten aber auch umfassend erprobt und es ist unwahrscheinlich, dass noch gravierende, bisher unbekannte Fehler entdeckt werden. Dies ist für Chips, die in sicherheitskritischen Systemen von Autos zum Einsatz kommen, eine wichtige Voraussetzung.

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