Infineon erhöht in der Chip-Krise jetzt den Preis für die Autobranche

Die Chip-Krise hat in Deutschland bereits dazu geführt, dass an einigen Tagen die Bänder der Autofabriken stillstehen mussten, da Halbleiter fehlten. Nun reagiert mit Infineon ein weiterer Chiphersteller mit einer Preissteigerung.
Cpu, Prozessor, Chip, Hardware, SoC, Gpu, Prozessoren, Chips, Nanometer, System On Chip
Der deutsche Chiphersteller Infineon will aber nicht etwa Kasse machen, da der Bedarf an Chips für die Autobranche weiterhin hoch ist, sondern muss seine gestiegenen Produktions- und Beschaffungskosten auffangen. Das unterstreicht Infineon-Chef Reinhard Ploss in einem Gespräch mit der Wirtschaftswoche. Die Nachfrage nach Chips ist so gewaltig und das Angebot so gering, dass es seit Monaten zu teils dramatischen Engpässen in verschiedensten Branchen kommt, heißt es bei WiWo.

Nächste Branche könnte bald ebenso betroffen sein

Dennoch profitiert Infineon von der Krise, die bisher vor allem bei den Autobauern bemerkbar ist. Geht es aber noch länger so weiter wie bisher, dürften laut dem Bericht weitere Branchen betroffen sein. Vor allem bei der "weißen Ware", also bei allem von der Waschmaschine bis zum Geschirrspüler, befürchten die Experten den nächsten großen Lieferengpass bei den Halbleiter-Bauteilen.

Infineon versucht schon länger da gezielt gegenzusteuern. Erst vor Kurzem wurde eine neue Chipfabrik im österreichischen Villach eingeweiht, diese Planungen waren aber schon weit vor Corona- und Chip-Krise umgesetzt worden. Die Fertigungslinie soll für Abhilfe sorgen, doch die Kosten müssen auch wieder schnell reingefahren werden. Auch durch die Übernahme der Cypress Semiconductor Corporation schaffte sich Infineon mehr Kapazität - allerdings waren Villach und die Übernahme auch zwei milliardenschwere Investitionen, die sich rentieren müssen.

Derzeit profitiert Infineon vom Chipmangel und kann daher auch eine Erhöhung der Preise durchsetzen. Doch ein Blick zurück in die Firmengeschichte macht klar - diese Situation gab es schon einmal, auf einen Höhenflug folgte der Absturz und die Speichersparte unter dem Namen Qimonda musste 2009 Insolvenz anmelden.

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!