Chip-Industrie: Nach den Engpässen ab in die Überproduktions-Krise
Die Halbleiter-Industrie arbeitet mit Hochdruck daran, die aktuelle Liefer-Krise in den Griff zubekommen. Allerdings führt dies parallel auch dazu, dass die Branche bereits beginnt, direkt in die nächste Überproduktions-Krise zu rutschen.
In den ersten Monaten der Corona-Pandemie gingen die Bestellungen im Zuge des ersten Lockdowns zurück und die Halbleiter-Hersteller fuhren Fertigungs-Linien herunter. Allerdings konnte dann die Produktion in vielen Teilen der weltweiten Industrien schneller und umfangreicher wieder anlaufen als gedacht, was dann schnell zu einem massiven Engpass führte.
Seit Monaten arbeiten die Chip-Produzenten daher mit Hochdruck daran, die Nachfrage wieder befriedigen zu können. Die Werke laufen inzwischen auf Hochtouren und neue Fertigungsstraßen werden eilig gebaut. Aktuell sieht es so aus, dass in verschiedenen Bereichen noch immer Engpässe vorhanden sind, andere Chips aber schon im Überfluss vorliegen. Laut der japanischen Wirtschaftszeitung Nikkei hat die Halbleiter-Industrie so schon wieder Lagerbestände im Rekordwert von 64,7 Milliarden Dollar aufgebaut.
Unweigerlich wird dies wohl in den kommenden Monaten zu einer massiven Überproduktionskrise führen. Aktuell lässt sich hier aber kaum prognostizieren, welchen Umfang diese annehmen kann. Denn es deutet sich bereits an, dass zumindest die Automobilindustrie als Schlussfolgerung aus der aktuellen Lieferkrise ein Stück weit von der völligen Just-in-Time-Produktion abrückt und auch wieder eigene Lagerbestände aufbaut, mit denen die Fertigung zumindest über einen gewissen Zeitraum gesichert ist.
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Seit Monaten arbeiten die Chip-Produzenten daher mit Hochdruck daran, die Nachfrage wieder befriedigen zu können. Die Werke laufen inzwischen auf Hochtouren und neue Fertigungsstraßen werden eilig gebaut. Aktuell sieht es so aus, dass in verschiedenen Bereichen noch immer Engpässe vorhanden sind, andere Chips aber schon im Überfluss vorliegen. Laut der japanischen Wirtschaftszeitung Nikkei hat die Halbleiter-Industrie so schon wieder Lagerbestände im Rekordwert von 64,7 Milliarden Dollar aufgebaut.
Umfang kaum vorhersehbar
Und auch bei den Rohstoffen gibt es einen ähnlichen Trend. Um die mit voller Kraft laufenden Anlagen nicht herunterfahren zu müssen und dann vielleicht einem Konkurrenten etwas Spielraum zu geben, haben die Chiphersteller auch hier für einen hohen Bestand gesorgt, der dazu führen wird, dass noch längere Zeit mit voller Kraft produziert werden kann.Unweigerlich wird dies wohl in den kommenden Monaten zu einer massiven Überproduktionskrise führen. Aktuell lässt sich hier aber kaum prognostizieren, welchen Umfang diese annehmen kann. Denn es deutet sich bereits an, dass zumindest die Automobilindustrie als Schlussfolgerung aus der aktuellen Lieferkrise ein Stück weit von der völligen Just-in-Time-Produktion abrückt und auch wieder eigene Lagerbestände aufbaut, mit denen die Fertigung zumindest über einen gewissen Zeitraum gesichert ist.
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Christian Kahle
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