LinkedIn: Daten fast aller Nutzer stehen zum Verkauf (Update)
Unbekannte verkauften in einem beliebten Darknet-Forum die Nutzerdaten von 700 Millionen LinkedIn-Nutzern. Bisher ist unklar, wie sie an die Daten gekommen sind - die Echtheit wurde jedoch schon von einem Sicherheitsforscher bestätigt.
Es handelt sich laut Medienberichten um einen der größten LinkedIn-Datendumps, die zum Angebot stehen. Im April dieses Jahres gab es schon einmal einen immensen Datenbank-Einbruch in dem Netzwerk, bei dem im Abschluss rund 500 Millionen Nutzer-Datensätze zum Verkauf standen. Das berichtet jetzt das Online-Magazin Golem und bezieht sich dabei auf Informationen von Restore Privacy. Restore Privacy hatte das Angebot im Darknet entdeckt und öffentlich gemacht. Die Folgen der Vorfälle in dem beliebten Netzwerk sind weitreichend, von Identitätsdiebstahl über Phishing-Angriffe bis hin zu Social-Engineering-Attacken und Ähnlichem. Infografik Activision, LinkedIn & Co.: Microsofts Milliarden-Dollar-Geschäfte
Soweit aktuell bekannt ist, enthalten die durchgesickerten Daten keine finanziellen Details, also keine Kreditkarten oder juristische Dokumente, die direkt für Identitätsdiebstahl oder Betrug verwendet werden könnten. Ausgeschlossen werden kann das aber nicht.
Mehr dazu:
Update 29.06.2021, 18.55 Uhr: Wir haben zu dem Vorfall folgende Stellungnahme von LinkedIn erhalten:
"Aktuell ist die Untersuchung des Vorfalls nicht abgeschlossen. Jedoch scheint der veröffentlichte Datensatz ausschließlich öffentlich einsehbare Informationen zu enthalten, die von LinkedIn abgegriffen und mit Daten anderer Quellen kombiniert wurden. Es handelt sich nicht um ein LinkedIn Datenleck und unsere Untersuchung hat ergeben, dass keine privaten Mitgliederdaten von LinkedIn veröffentlicht wurden. Dieses sogenannte Scraping von Mitgliederdaten verstößt gegen unsere Nutzungsbedingungen und wir arbeiten ständig daran, unsere Mitglieder und ihre Daten zu schützen."
"Aktuell ist die Untersuchung des Vorfalls nicht abgeschlossen. Jedoch scheint der veröffentlichte Datensatz ausschließlich öffentlich einsehbare Informationen zu enthalten, die von LinkedIn abgegriffen und mit Daten anderer Quellen kombiniert wurden. Es handelt sich nicht um ein LinkedIn Datenleck und unsere Untersuchung hat ergeben, dass keine privaten Mitgliederdaten von LinkedIn veröffentlicht wurden. Dieses sogenannte Scraping von Mitgliederdaten verstößt gegen unsere Nutzungsbedingungen und wir arbeiten ständig daran, unsere Mitglieder und ihre Daten zu schützen."
Es handelt sich laut Medienberichten um einen der größten LinkedIn-Datendumps, die zum Angebot stehen. Im April dieses Jahres gab es schon einmal einen immensen Datenbank-Einbruch in dem Netzwerk, bei dem im Abschluss rund 500 Millionen Nutzer-Datensätze zum Verkauf standen. Das berichtet jetzt das Online-Magazin Golem und bezieht sich dabei auf Informationen von Restore Privacy. Restore Privacy hatte das Angebot im Darknet entdeckt und öffentlich gemacht. Die Folgen der Vorfälle in dem beliebten Netzwerk sind weitreichend, von Identitätsdiebstahl über Phishing-Angriffe bis hin zu Social-Engineering-Attacken und Ähnlichem. Infografik Activision, LinkedIn & Co.: Microsofts Milliarden-Dollar-Geschäfte
Was genau ist passiert?
In der vergangenen Woche tauchte dabei das Angebot in einem beliebten Hackerforum auf. Da hieß es, man habe die Daten von 700 Millionen Linkedin-Nutzern, darunter E-Mail-Adressen, vollständige Namen, Telefonnummern, Adressen und häufig auch weitere persönliche Details.Echtheit der Daten bestätigt
Um dieses Angebot zu untermauern, postet der Anbieter eine Probe der Daten, die die Datensätze von einer Million Linkedin-Nutzer umfasst. Restore Privacy hat diese Daten überprüft und deren Echtheit bestätigt. Der unbekannte Anbieter behauptet, dass seine komplette Datenbank die persönlichen Daten von 700 Millionen Linkedin-Nutzern enthält. Laut der LinkedIn-Website gibt es momentan 756 Millionen Nutzer. Das Datenleck umfasst also rund 93 Prozent der Nutzer.Soweit aktuell bekannt ist, enthalten die durchgesickerten Daten keine finanziellen Details, also keine Kreditkarten oder juristische Dokumente, die direkt für Identitätsdiebstahl oder Betrug verwendet werden könnten. Ausgeschlossen werden kann das aber nicht.
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