Fakes und Bots: LinkedIn halbiert die Anzahl an Apple-"Mitarbeitern"

LinkedIn ist längst ein globaler Standard für Jobs und Stellensuche. Doch es wird auch immer mehr zum Umschlagplatz für Spam sowie Bots. Diese Fake-Konten "verstecken" sich auch immer wieder hinter bekannten Firmen. Ganz weit oben stehen hier Apple und Amazon.
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LinkedIn ist für diverse Aspekte im Zusammenhang mit Arbeit und Karriere sicherlich mehr als praktisch. Allerdings ist es auf der zu Microsoft gehörenden Plattform nicht üblich, dass Unternehmen überprüfen oder verifizieren, ob jemand tatsächlich für sie arbeitet. Das bedeutet: Jeder kann angeben, dass er bei einem bekannten Konzern tätig ist und kommt in der Regel auch damit durch.

Anders gesagt: Bei der Erstellung eines neuen Profils gibt es keine Überprüfung seitens des Arbeitgebers. Und das ist auch der Grund, warum der Sicherheitsforscher Brian Krebs auf seiner Seite Krebs on Security von einem merkwürdigen "Mitarbeiterschwund" beim Konzern aus dem kalifornischen Cupertino berichtet. Denn am 10. Oktober 2022 gaben exakt 576.562 Konten auf LinkedIn an, für Apple zu arbeiten. Einen Tag später war rund die Hälfte dieser Konten plötzlich verschwunden. Infografik Activision, LinkedIn & Co.: Microsofts Milliarden-Dollar-GeschäfteActivision, LinkedIn & Co.: Microsofts Milliarden-Dollar-Geschäfte

Fake- und Bot-Konten-Schwemme

Einen ähnlichen "Exodus" gab es bei Amazon und wohl auch anderen Unternehmen dieser Größenordnung. Denn natürlich hat auch LinkedIn ein Bot- und Fake-Konten-Problem. Laut Krebs hat dieses Problem zuletzt stark zugenommen, das Karrierenetzwerk kämpft mit einem "erheblichen Anstieg" bei der Erstellung von gefälschten Mitarbeiterkonten, bei denen KI-generierte Profilfotos mit Texten kombiniert werden, die von legitimen Nutzern gestohlen wurden.

Aufgefallen sind diese starken Schwankungen bei den Mitarbeiterzahlen auf LinkedIn dem Entwickler Jay Pinho. Dieser arbeitet an einer Software, die Unternehmensdaten wie Mitarbeiter und Stellenausschreibungen trackt. Und dabei sind ihm zuletzt die merkwürdigen Zahlen ins Auge gestochen.

Apple und Amazon wollten sich dazu nicht äußern, LinkedIn teilte lediglich mit, dass man konstant daran arbeite, die Plattform von Fälschungen zu befreien - damit bestätigt man aber de facto, dass es diese Massenlöschungen von Fake-Profilen gibt.

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