EU schlägt sich auf die Seite von Spotify:
Apple droht Milliardenstrafe
Apple bekommt es in Folge einer Beschwerde des Streaming-Diensts Spotify jetzt tatsächlich mit der Wettbewerbsaufsicht der Europäischen Union zu tun. Die zuständige EU-Kommissarin hat die Eröffnung eines Verfahrens gegen Apple bekannt gegeben.
Wie Margrethe Vestager, Wettbewerbskommissarin der EU, heute bekannt gab, geht man nach einer ausführlichen Untersuchung des Geschäftsgebahrens von Apple davon aus, dass das Unternehmen mit Apple Music und einer Kombination anderer Produkte und Dienste gegen das in der Europäischen Union geltende Recht verstößt.
Konkret bemängelt die EU, dass Apple die Verwendung seines hauseigenen Zahlungssystems für alle Apps in seinem Store voraussetzt. Außerdem untersagt Apple den App-Anbietern, die Nutzer über andere Möglichkeiten zum Bezug ihrer Produkte außerhalb der Apps zu informieren. Durch die 30 Prozent Anteil, die Apple von jedem Verkauf innerhalb einer über seinen Store vertriebenen App einstreicht, seien für die Konsumenten die Preise erhöht worden.
Apples Vorgaben würden den Wettbewerb im Markt für Musik-Streaming-Dienste verzerren, weil Drittanbieter derartiger Services zusätzliche Kosten in Kauf nehmen müssten. Apple selbst hat diese Kosten hingegen nicht und profitiert deshalb nach Meinung der EU mit Apple Music unrechtmäßig durch einen Wettbewerbsvorteil.
Apple kommentierte das Vorgehen der EU mit dem Verweis, dass Spotify als größter Anbieter von Musik-Streaming durchaus von Apples Rolle als Plattformanbieter unter iOS profitiert habe. Spotify erwirtschafte 99 Prozent seines Umsatzes unabhängig von Apples Produkten und Zahle bei dem verbleibenden einen Prozent nur 15 Prozent Kommission auf In-App-Umsätze.
Spotify wolle externe Deals über seine iOS-App vermarkten, was aber auch kein anderer App-Store erlaube. Der Streaming-Anbieter wolle von den Vorteilen des App-Stores profitieren, ohne dafür zu zahlen. Das Vorgehen der EU im Namen von Spotify sei deshalb genau das Gegenteil eines fairen Wettbewerbs, so Apple in einer Stellungnahme.
Der Streit zwischen Apple und Spotify geht im Grunde aber auf die viel diskutierte "Apple-Steuer" zurück, also die 30 Prozent Anteil, die Apple auf alle Abonnements in Apps aus seinem Store erhebt. Die Software-Anbieter kritisieren den US-Konzern seit Jahren auf breiter Front, weil sie die Abgabe für zu hoch halten. Unter anderem hatte sich der Fortnite-Entwickler Epic Games mit Apple angelegt und diverse andere Anbieter versuchen ebenfalls gegen den iPhone- und iOS-Hersteller vorzugehen.
Apple soll gegen Wettbewerbsrecht verstoßen
Apple habe als Anbieter von iOS als Betriebssystem das Monopol auf die dort verfügbaren Wege zum Vertrieb von Apps über den hauseigenen Store. Durch diese Position dominiere der Konzern den Markt für Apps, die zum Musik-Streaming über den App-Store erhältlich sind. Durch die Regelungen für den App Store verstoße Apple gegen das europäische Wettbewerbsrecht, so der Vorwurf.Konkret bemängelt die EU, dass Apple die Verwendung seines hauseigenen Zahlungssystems für alle Apps in seinem Store voraussetzt. Außerdem untersagt Apple den App-Anbietern, die Nutzer über andere Möglichkeiten zum Bezug ihrer Produkte außerhalb der Apps zu informieren. Durch die 30 Prozent Anteil, die Apple von jedem Verkauf innerhalb einer über seinen Store vertriebenen App einstreicht, seien für die Konsumenten die Preise erhöht worden.
Apples Vorgaben würden den Wettbewerb im Markt für Musik-Streaming-Dienste verzerren, weil Drittanbieter derartiger Services zusätzliche Kosten in Kauf nehmen müssten. Apple selbst hat diese Kosten hingegen nicht und profitiert deshalb nach Meinung der EU mit Apple Music unrechtmäßig durch einen Wettbewerbsvorteil.
Apple droht Strafe in Höhe von zig Milliarden Dollar
Apple droht nun eine Geldstrafe in Höhe von bis zu 10 Prozent des Jahresumsatzes aus dem Vorjahr, so dass zumindest theoretisch bis zu 27 Milliarden Dollar fällig werden könnten. Apple könnte unter Umständen sein Geschäftsmodell anpassen müssen, was dem Unternehmen auf lange Sicht noch stärker schaden könnte als eine einmalige Milliardenstrafe.Apple kommentierte das Vorgehen der EU mit dem Verweis, dass Spotify als größter Anbieter von Musik-Streaming durchaus von Apples Rolle als Plattformanbieter unter iOS profitiert habe. Spotify erwirtschafte 99 Prozent seines Umsatzes unabhängig von Apples Produkten und Zahle bei dem verbleibenden einen Prozent nur 15 Prozent Kommission auf In-App-Umsätze.
Spotify wolle externe Deals über seine iOS-App vermarkten, was aber auch kein anderer App-Store erlaube. Der Streaming-Anbieter wolle von den Vorteilen des App-Stores profitieren, ohne dafür zu zahlen. Das Vorgehen der EU im Namen von Spotify sei deshalb genau das Gegenteil eines fairen Wettbewerbs, so Apple in einer Stellungnahme.
Der Streit zwischen Apple und Spotify geht im Grunde aber auf die viel diskutierte "Apple-Steuer" zurück, also die 30 Prozent Anteil, die Apple auf alle Abonnements in Apps aus seinem Store erhebt. Die Software-Anbieter kritisieren den US-Konzern seit Jahren auf breiter Front, weil sie die Abgabe für zu hoch halten. Unter anderem hatte sich der Fortnite-Entwickler Epic Games mit Apple angelegt und diverse andere Anbieter versuchen ebenfalls gegen den iPhone- und iOS-Hersteller vorzugehen.
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