Malwareschleuder Gigaset:
Unternehmen startet automatische Abhilfe
Der Smartphone-Hersteller Gigaset hat, nachdem entdeckt wurde, dass aufgrund eines kompromittierten Servers eines externen Update-Service-Providers Schadsoftware aufgespielt wurde, nun eine einfache Lösung für Betroffene gestartet.
Es wurden Maßnahmen getroffen, um infizierte Geräte automatisch von der Schadsoftware zu befreien, teilt Gigaset jetzt mit. Damit erhalten nun alle Besitzer eines der betroffenen Geräte (Liste dieser Geräte haben wir am Ende des Beitrags noch einmal angefügt) ein automatisches Update. Mit dieser Softwareaktualisierung sollen die Geräte, auf die durch den kompromittierten Server diverse Schad-Apps verteilt wurden, bereinigt werden.
Infografik: Sicherheitsrisiko Betriebssystem
Sollten nach diesem Vorgehen immer noch Probleme auftreten, bieten wir betroffenen Kunden an, sich an den Gigaset Kundendienst zu wenden [Telefon +49 (0)2871 912 912, zum Festnetztarif Ihres Anbieters], um das Gerät für weitere Analysen einzusenden.
Gigaset entschuldigt sich noch einmal für die aufgetauchten Schwierigkeiten: "Wir bedauern eventuelle entstandene Probleme unserer Kunden und halten Sie fortlaufend über Neuigkeiten informiert."
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Wer möchte, kann die Apps auch manuell entfernen
Der Nutzer selbst muss also gar nicht tätig werden, und die Apps manuell entfernen. Falls das aber jemand bevorzugt, hat Gigaset eine umfangreiche Anleitung für das Löschen der Schade-Software veröffentlicht.Anmachen und abwarten
Alles, was man nun tun sollte, wenn man entweder ein Smartphone aus den betroffenen Baureihen besitzt oder auch selbst die Schadsoftware auf seinem Handy entdeckt hat, ist nun, das Gerät am besten über WLAN mit dem Internet zu verbinden, es mit dem Ladegerät an die Stromversorgung anzuschließen und für mindestens acht Stunden so zu belassen. Dieser Zeitraum ist wichtig, um garantieren zu können, dass das benötigte Update auch ausgeliefert wurde. Es kann jedoch bei einigen älteren Geräten vorkommen, dass die automatische Entfernung der Schad-Apps fehlschlägt.Gigaset informiert:
Im Verlauf des Freitags (09.04.2021) hat sich herausgestellt, dass bei einigen Geräten der beschriebene Lösungsweg nicht zur vollständigen Beseitigung der unerwünschten Apps führte. Entsprechend empfehlen wir betroffenen Kunden die vollständige Löschung des Geräts durch das Zurücksetzen in den Werkszustand. Wir empfehlen zudem Daten, die sich auf einer im Smartphone eingebrachten Speicherkarte befinden, ebenfalls zu löschen und die Karte zu formatieren.Sollten nach diesem Vorgehen immer noch Probleme auftreten, bieten wir betroffenen Kunden an, sich an den Gigaset Kundendienst zu wenden [Telefon +49 (0)2871 912 912, zum Festnetztarif Ihres Anbieters], um das Gerät für weitere Analysen einzusenden.
Gigaset entschuldigt sich noch einmal für die aufgetauchten Schwierigkeiten: "Wir bedauern eventuelle entstandene Probleme unserer Kunden und halten Sie fortlaufend über Neuigkeiten informiert."
Potentiell betroffene Smartphone-Modelle:
- GS160 - alle Softwareversionen
- GS170 - alle Softwareversionen
- GS180 - alle Softwareversionen
- GS100 - bis zu Version GS100_HW1.0_XXX_V19
- GS270 - bis zu Version GIG_GS270_S138
- GS270 plus - bis zu Version GIG_GS270_plus_S139
- GS370 - bis zu Version GIG_GS370_S128
- GS370 plus - bis zu Version GIG_GS370_plus_S128
Thema:
Nadine Juliana DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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