QAnon-Verschwörung alles andere als ein Unterschichten-Phänomen
Einer der skurrilsten und gleichzeitig erfolgreichsten Verschwörungsmythen der letzten Jahre hat eine ganz andere Anhängerschaft, als man annehmen würde. Das zeigen aktuelle Erhebungen zur Verbreitung der QAnon-Geschichte.
Der Verschwörungsmythos hat seinen Ursprung in Postings auf dem populären Image-Board 4chan. Dort behauptete ein Nutzer, ein Geheimnisträger der US-Regierung zu sein und so Einblick in wichtige Hintergründe bekommen zu haben. Diese sähen so aus, dass Angehörige der Eliten der USA zahlreiche Kinder in Kellern gefangen halten und foltern würden, um ihnen Adrenochrom (Stoffwechselprodukt von Adrenalin, welches sich auch recht einfach durch Oxidation mit Silber(I)-Oxid künstlich herstellen lässt) abzuzapfen, was dann als Verjüngungsdroge genutzt werden soll. Die Regentschaft Donald Trumps sollte eigentlich genutzt werden, um dies zu ändern.
Gemeinhin wird unter Menschen, die weniger anfällig für solche Verschwörungsmythen sind, angenommen, dass vor allem die weniger gebildeten Bevölkerungsschichten hinter diesen kruden Thesen stehen. Auch Vertreter der demokratischen Partei äußerten sich jüngst dementsprechend. Daten von Morning Consult, die im Auftrag des US-Politikmagazins Politico erhoben wurden, zeigen allerdings, dass eher das Gegenteil richtig ist. Je höher der Abschluss ist, umso höher ist der Anteil der QAnon-Anhänger.
Im Allgemeinen scheint sich die Anhängerschaft QAnons nach dem Regierungswechsel allerdings ein Stück weit zu zerstreuen. Zum Zeitpunkt der genannten Erhebung, die kurz vor der Wahl stattfand, waren immerhin 18 Prozent der US-Bürger der Ansicht, dass die Aussagen QAnons mehr oder weniger glaubwürdig sind. Inzwischen ist der Anteil allerdings trotz der relativ kurzen Zeitspanne auf rund 10 Prozent gesunken.
Gemeinhin wird unter Menschen, die weniger anfällig für solche Verschwörungsmythen sind, angenommen, dass vor allem die weniger gebildeten Bevölkerungsschichten hinter diesen kruden Thesen stehen. Auch Vertreter der demokratischen Partei äußerten sich jüngst dementsprechend. Daten von Morning Consult, die im Auftrag des US-Politikmagazins Politico erhoben wurden, zeigen allerdings, dass eher das Gegenteil richtig ist. Je höher der Abschluss ist, umso höher ist der Anteil der QAnon-Anhänger.
Weniger Anhänger nach der Wahl
In der Bevölkerungsgruppe mit höherem Universitätsabschluss sind immerhin 27 Prozent der Ansicht, dass die QAnon-Thesen sehr oder einigermaßen zutreffend sind. Bei den US-Bürgern mit Bachelor-Abschluss sinkt ihr Anteil auf 20 Prozent. Und lediglich 14 Prozent jener Personen, die keinen universitären Abschluss haben, stimmten dem zu.Im Allgemeinen scheint sich die Anhängerschaft QAnons nach dem Regierungswechsel allerdings ein Stück weit zu zerstreuen. Zum Zeitpunkt der genannten Erhebung, die kurz vor der Wahl stattfand, waren immerhin 18 Prozent der US-Bürger der Ansicht, dass die Aussagen QAnons mehr oder weniger glaubwürdig sind. Inzwischen ist der Anteil allerdings trotz der relativ kurzen Zeitspanne auf rund 10 Prozent gesunken.
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Christian Kahle
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