Microsoft Viva angekündigt:
Redmond erfindet das Intranet neu

Microsoft startet eine neue Plattform, die eigentlich nur einen etwas mo­der­ne­ren Aufguss des klassischen Intranets darstellt. Hier sollen umfassende interne Informationen eines Unternehmens zusammenfließen. Microsoft Viva heißt das neue Produkt, das für Firmennetze entwickelt wurde. Auf der Plattform werden die verschiedenen ohnehin bestehenden Dienste nun zusammengeführt und über eine einzelne Oberfläche zugänglich gemacht. Für die Nutzer in größeren IT-Infrastrukturen von Unternehmen kommen hier also keine neuen Funktionen hinzu, die bestehenden Möglichkeiten, an Informationen zu gelangen oder Kontakt zu Kollegen aufzunehmen, werden aber aufgrund der zentralen Zusammenführung deutlich einfacher.

In Viva werden so beispielsweise Schnittstellen zu den verschiedenen Kommunikations-Tools Microsoft in SharePoint, Yammer und anderen Tool bereitgestellt, so dass die User nicht mehr verschiedene Plattformen auf der Suche abarbeiten müssen. Integriert sind aber auch Analyse-Werkzeuge für die Team-Tätigkeit und die Weiterbildungs-Angebote, die über das Business-Netzwerk LinkedIn bereitgestellt werden. Im Bereich Viva Topics kann auch noch einmal gesondert eigenes Wissen innerhalb der Belegschaft gesammelt werden.

Microsoft Viva: Die neue Team-Plattform für Firmen

Wie gut solche Plattformen funktionieren, ist immer wieder strittig. Oft genug haben Unternehmen viele Ressourcen in den Aufbau ihrer Intranet-Angebote gesteckt, die dann aber kaum von den Beschäftigten genutzt wurden. Die Mitarbeiter erledigten lieber ihre Arbeit und wenn man etwas nicht wusste, fragte man eben unter Kollegen herum. Laut Microsoft hat sich die Ausgangslage aber geändert und man rechnet damit, dass die Bedeutung solcher Intranet-Plattformen wieder steigen wird, weil auch nach der Pandemie viele Angestellte weiterhin aus dem Homeoffice oder ähnlichem arbeiten werden.

Viva wird über Microsoft 365 bereitgestellt und kann von den Abonnenten ohne weiteres Zutun genutzt werden. Allerdings ist die Plattform noch nicht für alle verfügbar. Microsoft startet nach und nach Preview-Tests für die verschiedenen Module und will diese im Laufe des Jahres dann komplett für alle User freigeben.

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