Russen sollen USA monatelang über Microsoft 365 ausspioniert haben

Es klingt fast wie eine Geschichte tief aus den Zeiten des kalten Krieges - plus Internet: Russische Spione sollen seit Monaten das US-Finanz­mi­nis­te­ri­um über gehackte Instanzen von Microsoft 365 ausgespäht haben.
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Den Angreifern soll es gelungen sein, die Authentifizerungs-Systeme der Plattform mit einer ausgeklügelten Attacke zu überwinden. Aufgrund der Komplexität geht man davon aus, dass es sich um Angreifer gehandelt hat, die über größere Ressourcen verfügten - so wie man es in erster Linie von staatlichen Organisationen kennt. Dass der Verdacht auf Russland fällt, beruht darauf, dass Tools zum Einsatz kamen, die denen der jüngsten Attacke auf das Security-Unternehmen FireEye ziemlich ähnlich waren.

FireEye arbeitet mit einer ganzen Reihe von US-Behörden zusammen. Und angesichts des Angriffs auf diese Firma und die bisherigen Erkenntnisse aus dem Finanzministerium geht man davon aus, dass auch andere staatliche Stellen im Visier standen. "Das ist eine wesentlich größere Sache als nur die eine Behörde", zitiert die Nachrichtenagentur Reuters eine interne Quelle.

Angriff beschäftigt die höchste Ebene

Seitens des US-Sicherheitsrats hieß es, dass man über die Lage informiert sei und alle nötigen Schritte eingeleitet habe, um ihr auf den Grund zu gehen. Das Gremium, das den Schutz der staatlichen Organe gegen Spionage auf Bundesebene koordiniert, soll diesbezüglich auch mit dem Weißen Haus in Kontakt stehen.

Über die Details des Angriffes gibt es bisher noch keine genaueren Informationen. So ist unklar, ob hier eine Sicherheitslücke ausgenutzt wurde, für die es noch keinen Patch gibt. Denkbar ist auch, dass eine Korrektur schon länger vorhanden, aber an der entscheidenden Stelle noch nicht installiert war. Nachfragen bei Microsoft blieben bisher unbeantwortet. Und auch darüber, welche Informationen in welchem Umfang ausspioniert wurden, machte die US-Regierung noch keine Angaben.

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