PC-Gehäuse fangen Feuer, Hersteller gibt es endlich zu, entschuldigt sich

Von einem PC-Gehäuse erwartet man sich vor allem eines, nämlich dass es die darin steckende Hardware gut kühlt. Im Fall eines Cases von NZXT war das nicht ganz der Fall, denn das PC-Gehäuse, das wie eine große Xbox Series X aussieht, fing in einigen Fällen sogar Feuer.
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NZXT
PC-Cases gibt es wie Sand am Meer und sie unterscheiden sich nur wenig voneinander. Doch im vorliegenden Fall ist das etwas anderes. Denn das PC-Gehäuse NZXT H1 hat eine Be­son­der­heit: Es hat ein spezielles Design und sieht aus wie die aktuelle Microsoft-Konsole. Wir ha­ben das Case auch vor knapp einem Jahr in einem Video vorgestellt. Hersteller NZXT hat also viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen können und entsprechend gut hat sich das Gehäuse wohl auch verkauft.

Doch wie Kotaku berichtet, gibt es zum NZXT H1 bereits seit einigen Monaten Klagen: Denn Besitzer berichten, dass dieses PC-Gehäuse immer wieder von alleine Feuer fängt. Bisher hat sich der Hersteller dazu weitestgehend totgestellt und geschwiegen, doch laut Overclock3D hat NZXT nun endlich reagiert. Das H1-Gehäuse wurde vor kurzem wegen eines "potenziellen Sicherheitsproblems" aus dem Verkauf genommen.


Kurzschluss durch Metallschrauben

Nachdem sich NZXT zunächst geweigert hat Details dazu zu verraten, hat man es sich nun anders überlegt. Demnach sieht es danach aus, "als würden die Schrauben an der PCIe-Riser-Karte des H1 einen Kurzschluss verursachen, was zu Funkenflug, Rauch- und Brandentwicklung an der PCIe-Riser-Karte des H1 führt".

Das Ganze ist auch einmal auf Video fest­ge­hal­ten worden, einem Besitzer des PC-Ge­häu­ses gelang es, diesen Kurzschluss samt (kur­zem) Feu­er zu filmen. NZXT hat sich erst nach Druck von Medienberichten und PC-Hardware-Seiten entschuldigt und schreibt (zu einem zu­nächst vorgeschlagenen Workaround mit Er­satz­schrau­ben aus Nylon): "Die Ny­lon­schrau­ben waren keine vollständige Lösung für die H1-Brand­ge­fahr; sie gingen nicht auf die Grund­ur­sa­che des Problems ein. Wir haben nicht mit Sze­na­ri­en gerechnet, in denen jemand die Ny­lon­schrau­ben un­wis­sent­lich durch Metallschrauben ersetzen könnte. Unsere Aus­füh­rung ent­sprach nicht der Qualität, die unsere Community von uns erwartet."
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