Microsoft lässt tausende Tonnen CO2 aus der Atmosphäre filtern

Microsoft hat eine Reihe von Investitionen bekannt gegeben, die unter anderem dabei helfen sollen, das Konzernziel eines klimaneutralen Arbeitens bis zum Jahr 2030 sicherzustellen. Nutznießer ist unter anderem ein Startup aus der Schweiz.
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Die Redmonder stecken eine nicht näher benannte Summe in das Unternehmen Climeworks. Die Firma arbeitet an Technologien, mit denen sich bereits freigesetztes CO2 wieder aus der Atmosphäre herausziehen lässt. Um Klimaneutralität zu erreichen, müssen solche Negativ-Emissionen mit eingeplant werden, da sich ein Ausstoß von CO2 oder anderen Klimagasen teilweise nicht komplett vermeiden lässt. Das kann geschehen, indem man natürliche Prozesse nutzt - also beispielsweise Wälder aufforstet - oder aber technische Systeme einsetzt.

Climeworks arbeitet mit Capture-Anlagen, die einen Effizienzgrad von 90 Prozent erreichen sollen. Pro hundert Tonnen ausgefiltertes CO2 wird also Energie aufgewandt, deren Erzeugung etwa zehn Tonnen CO2-Äquivalente freisetzt. Das eingefangene Gas kann dann als Rohstoff in industriellen Prozessen genutzt oder dauerhaft in Lagern gespeichert werden. Microsofts Investition soll sich erst einmal in einem Rahmen bewegen, durch den jährlich 1400 Tonnen CO2 als Negativ-Emission anfallen.

Microsoft als Klima-Investor

Dieser direkte Effekt ist aber nur ein Teil dessen, was Microsoft mit seiner Investition erreichen will. Denn die genannte Menge ist ohnehin nur ein winziger Teil der Mengen, um die es letztlich geht. Insofern soll das Engagement Microsofts in erster Linie auch ein Beitrag zur Entwicklung der entsprechenden Technologien sein, die immerhin noch ziemlich neu sind.

Die Investition in Climeworks ist aber nur ein Teil dessen, was Microsoft derzeit tut. Wie das Unternehmen mitteilte, beteilige man sich auch am Aufbau von Congruent Ventures. Dabei handelt es sich um ein Venture Capital-Unternehmen, das Startups mit klimafreundlichen Technologien unterstützen soll. Weitere Gelder aus dem eine Milliarden Dollar schweren Climate Innovation Fund der Redmonder fließen in die South-East Asia Clean Energy Facility, die die Verbreitung bereits bestehender Technologien in weniger entwickelten Märkten vorantreiben soll.

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