WhatsApp-Aufregung spült dem Klassiker ICQ plötzlich Nutzer zu
Die jüngste Aufregung um den Marktführer WhatsApp lässt keineswegs nur die bekannten Alternativen profitieren. So mancher Nutzer erinnert sich auch an die Kommunikationsmittel früherer Tage. Das führt gerade zu einem Boom der ICQ-Nutzung.
In Hongkong erlebt der Pionier des Instant Massagings, der seit vielen Jahren nur noch ein Nischendasein fristet, einen unerwarteten Boom. Die Download-Zahlen für die inzwischen ebenfalls verfügbare Smartphone-App haben sich teils um den Faktor 35 gesteigert. Das geht aus einem Bericht des Wall Street Journals hervor. Aber auch anderswo erinnern sich User an den alten Dienst und kehren zurück.
ICQ erlebte seine große Zeit ab Mitte der 1990er Jahre. Viele heutige Nutzer waren damals noch nicht einmal geboren. In einer Zeit, in der es sonst quasi nur E-Mails oder Chats für die Kommunikation gab, war ICQ eine echte Revolution. Auch vom großen Konkurrenten, dem AOL Instant Messenger, dürften die meisten User aber schon lange nichts mehr gehört haben.
Der aktuelle Boom folgt einer massiven Kritik am Marktführer WhatsApp, weil dessen Mutterkonzern Facebook nun endgültig den schon mehrfach versuchten Schritt unternahm und die Nutzerdaten mit seiner Social Media-Plattform zusammenführte. Wer allerdings aus Gründen des Datenschutzes von WhatsApp zu ICQ wechselt, könnte bald feststellen, dass man vom Regen in die Traufe geriet. Denn auch der heutige Besitzer des Messengers, der russische Internet-Konzern Mail.ru, muss sich immer wieder den Vorwurf gefallen lassen, es mit der Hoheit der User über ihre persönlichen Daten nicht so genau zu nehmen.
Download ICQ New - Klassischer Messenger im modernen Gewand
ICQ erlebte seine große Zeit ab Mitte der 1990er Jahre. Viele heutige Nutzer waren damals noch nicht einmal geboren. In einer Zeit, in der es sonst quasi nur E-Mails oder Chats für die Kommunikation gab, war ICQ eine echte Revolution. Auch vom großen Konkurrenten, dem AOL Instant Messenger, dürften die meisten User aber schon lange nichts mehr gehört haben.
ICQ-Eigner nicht besser als Facebook
Allerdings hat man es beim heutigen ICQ schon länger nicht mehr mit der Software zu tun, die einige noch aus ihren frühen Tagen im Netz kennen. Der Messenger-Client liegt inzwischen in der Version 10 vor und funktioniert quasi auf allen modernen Plattformen - auch auf Android und iOS. Unter "ICQ new" versuchen die Entwickler außerdem, das Kommunikations-Tool wieder neu aufleben zu lassen.Der aktuelle Boom folgt einer massiven Kritik am Marktführer WhatsApp, weil dessen Mutterkonzern Facebook nun endgültig den schon mehrfach versuchten Schritt unternahm und die Nutzerdaten mit seiner Social Media-Plattform zusammenführte. Wer allerdings aus Gründen des Datenschutzes von WhatsApp zu ICQ wechselt, könnte bald feststellen, dass man vom Regen in die Traufe geriet. Denn auch der heutige Besitzer des Messengers, der russische Internet-Konzern Mail.ru, muss sich immer wieder den Vorwurf gefallen lassen, es mit der Hoheit der User über ihre persönlichen Daten nicht so genau zu nehmen.
Siehe auch:
Download ICQ New - Klassischer Messenger im modernen Gewand
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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