Konferenz gesprengt: EU-Verteidigungsministerin postet Code im Netz
Einer europäischen Verteidigungsministerin ist ein schwerwiegender Fehler unterlaufen. Die niederländische Abgeordnete Ank Bijleveld hat auf Twitter versehentlich ein Bild geteilt, das fast den vollständigen Zugangscode zu einer Online-Sitzung der Verteidigungsminister verrät.
In dem Foto waren fünf Ziffern des sechsstelligen Zugangscodes, der für die Teilnahme an der Videoschalte benötigt wurde, zu sehen. Wie RTL Nieuws schreibt, hat es der Journalist Daniel Verlaan innerhalb kürzester Zeit geschafft, das sechste Zeichen zu erraten. Damit hatte er die Option, ohne großen Aufwand an der geheimen Ministerkonferenz teilzunehmen.
Social-Media-Nutzer sollten aufpassen, welche Inhalte auf geposteten Fotos zu sehen sind
Der Ministerpräsident Mark Rutte war von dem Vorfall allerdings nicht begeistert. Er mahnt, dass vor allem Politiker in derartigen Positionen vorsichtiger mit Social-Media-Plattformen wie Twitter umgehen müssen. Neben Journalisten hätten nach solchen Fehlern auch ausländische Geheimdienste die Möglichkeit, vertrauliche Konferenzen mitzuhören. Daher sollten im Rahmen digitaler Beratungen zukünftig strengere Sicherheitsmaßnahmen eingeführt werden.
Social-Media-Nutzer sollten aufpassen, welche Inhalte auf geposteten Fotos zu sehen sind
Kuriose Szene wurde mitgeschnitten
Natürlich ist der ungebetene Gast sehr schnell aufgefallen. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell hat den neuen Teilnehmer gefragt, wer er denn sei. Daniel Verlaan gab sich direkt als Journalist aus den Niederlanden zu erkennen und entschuldigte sich für die Störung. Nach kurzer Zeit hatte er das Meeting wieder verlassen. Ein Großteil der Teilnehmer hat den Zwischenfall offenbar mit Humor genommen. Der niederländische Politiker Michiel van Hulten hat die Szene aufgenommen und das Video in einem Tweet veröffentlicht.Der Ministerpräsident Mark Rutte war von dem Vorfall allerdings nicht begeistert. Er mahnt, dass vor allem Politiker in derartigen Positionen vorsichtiger mit Social-Media-Plattformen wie Twitter umgehen müssen. Neben Journalisten hätten nach solchen Fehlern auch ausländische Geheimdienste die Möglichkeit, vertrauliche Konferenzen mitzuhören. Daher sollten im Rahmen digitaler Beratungen zukünftig strengere Sicherheitsmaßnahmen eingeführt werden.
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