EU-Idee: Nur noch legale Nachrichten dürfen verschlüsselt werden
Auf EU-Ebene sucht man immer noch nach Wegen, die Verschlüsselung der Online-Kommunikation so aufzuweichen, dass keine zu starken Proteste zu erwarten sind. Dabei kommt es zu ziemlich skurrilen Ideen, wie ein internes Arbeitspapier zeigt.
Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist verschiedenen Kreisen ein Dorn im Auge. Früher war solch eine starke Kryptographie recht kompliziert in der Anwendung und wurde daher nur von einer verschwindend geringen Zahl an Nutzern eingesetzt. Inzwischen gehört sie aber zum Standard in der Kommunikation - spätestens seit WhatsApp werden die Gespräche zwischen Nutzern ordentlich verschlüsselt, ohne dass die User davon etwas mitbekommen.
Immer wieder wird allerdings der Ruf laut, dass der Staat eine Möglichkeit bekommen soll, trotzdem in die Kommunikationswege hineinzuschauen. Einmal mehr wird nun der Kampf gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern als Vorwand genommen, um nach Optionen zu suchen, die Verschlüsselung an irgendeiner Stelle entscheidend auszuhebeln. Dabei kommen die Autoren des Arbeitspapiers zu recht seltsamen Ideen, wie ein Bericht des Spiegels zeigt.
Eine weitere Idee besteht darin, dass grundsätzlich nur Inhalte verschlüsselt werden, die vorab als legal eingestuft wurden. Konkret würde das so aussehen, dass vor dem Versand eines Bildes ein Hash-Wert erzeugt und mit einem zentralen Verzeichnis abgeglichen wird. So will man verhindern, dass über die verschlüsselten Kanäle beispielsweise kinderpornographische Inhalte ausgetauscht werden. Allerdings ist auch das technisch unsinnig, denn es würde völlig ausreichen, bei einem Bild einen Pixel nur geringfügig zu verändern, um einen anderen Hash-Wert zu erhalten. Von da an wäre ein Bild für ein solches System völlig unbekannt.
Hinzu kommen noch einige weitere Vorschläge, die aber allesamt darauf hinauslaufen, entweder die Sicherheit der Kommunikation komplett auszuhebeln oder aber ein extrem komplexes und letztlich leicht zu umgehendes Verfahren drumherum zu stricken. Dem Treiben Krimineller würde dies kaum etwas entgegensetzen, während in erster Linie die einfachen Nutzer mit einer Aushöhlung des Schutzes ihrer Privatsphäre zu tun bekämen.
Immer wieder wird allerdings der Ruf laut, dass der Staat eine Möglichkeit bekommen soll, trotzdem in die Kommunikationswege hineinzuschauen. Einmal mehr wird nun der Kampf gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern als Vorwand genommen, um nach Optionen zu suchen, die Verschlüsselung an irgendeiner Stelle entscheidend auszuhebeln. Dabei kommen die Autoren des Arbeitspapiers zu recht seltsamen Ideen, wie ein Bericht des Spiegels zeigt.
Technisch geht es nicht
Der einfachste Vorschlag besteht darin, die Plattform-Betreiber zu verpflichten, eine Schnittstelle vorzuhalten, über die Strafverfolger mit einem Gerichtsbeschluss doch noch Einblick in die Kommunikation bekommen. Das funktioniert technisch aber nur, wenn man eben komplett auf eine sichere Ende-zu-Ende-Verschlüsselung verzichtet - denn diese beruht ja eben darauf, dass nur Sender und Empfänger an den Klartext einer Nachricht herankommen können und der komplette Übertragungsweg abgeschlossen ist.Eine weitere Idee besteht darin, dass grundsätzlich nur Inhalte verschlüsselt werden, die vorab als legal eingestuft wurden. Konkret würde das so aussehen, dass vor dem Versand eines Bildes ein Hash-Wert erzeugt und mit einem zentralen Verzeichnis abgeglichen wird. So will man verhindern, dass über die verschlüsselten Kanäle beispielsweise kinderpornographische Inhalte ausgetauscht werden. Allerdings ist auch das technisch unsinnig, denn es würde völlig ausreichen, bei einem Bild einen Pixel nur geringfügig zu verändern, um einen anderen Hash-Wert zu erhalten. Von da an wäre ein Bild für ein solches System völlig unbekannt.
Hinzu kommen noch einige weitere Vorschläge, die aber allesamt darauf hinauslaufen, entweder die Sicherheit der Kommunikation komplett auszuhebeln oder aber ein extrem komplexes und letztlich leicht zu umgehendes Verfahren drumherum zu stricken. Dem Treiben Krimineller würde dies kaum etwas entgegensetzen, während in erster Linie die einfachen Nutzer mit einer Aushöhlung des Schutzes ihrer Privatsphäre zu tun bekämen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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