Huawei & Co.: In China wächst der Widerstand gegen ARM-Übernahme
Gegen die Übernahme des Chipdesigners ARM durch Nvidia baut sich derzeit in China eine nicht zu vernachlässigende Widerstandsfront auf. Mehrere dortige Technologie-Konzerne fordern die Regulierungsbehörden auf, genau hinzuschauen.
Nvidia hatte kürzlich verkündet, das britische Unternehmen für 40 Milliarden Dollar aufkaufen zu wollen. Diesbezüglich gab es bereits verschiedene warnende Stimmen. Und auch in China wird das Vorhaben nicht einfach hingenommen und einflussreiche Konzerne wie Huawei haben ihre Lobbyisten in die Spur geschickt, um Druck auf die chinesischen Behörden, die mit dem Fall befasst sind, auszuüben.
Eine Übernahme dieser Größenordnung, die zudem noch massive Auswirkungen auf eine ganze Branche haben dürfte, bedarf stets der Zustimmung diverser Wettbewerbsbehörden. Huawei und Co. fordern nun, dass von chinesischer Seite ein Veto gegen die Akquisition eingelegt wird. Alternativ sei es auch möglich, eine Zustimmung nur unter deutlichen Auflagen zu erteilen, wie die US-Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet.
Grundsätzlich haben chinesische Behörden erst einmal keine direkten juristischen Möglichkeiten, in eine Übernahme ARMs durch Nvidia hineinzugrätschen. Allerdings ist China eben auch der größte Halbleiter-Markt der Welt. Das Land importiert jährlich Chips im Wert von rund 300 Milliarden Dollar. Daher dürfte jeder relevante Hersteller in dem Segment bestrebt sein, den Frieden mit den dortigen Verantwortlichen zu wahren, um beim Zugang zu dem Markt möglichst wenig Steine in den Weg gelegt zu bekommen.
Eine Übernahme dieser Größenordnung, die zudem noch massive Auswirkungen auf eine ganze Branche haben dürfte, bedarf stets der Zustimmung diverser Wettbewerbsbehörden. Huawei und Co. fordern nun, dass von chinesischer Seite ein Veto gegen die Akquisition eingelegt wird. Alternativ sei es auch möglich, eine Zustimmung nur unter deutlichen Auflagen zu erteilen, wie die US-Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet.
Abhängig von ARM
Einer der Hauptgründe für den Widerstand ist schlicht die Tatsache, dass ARM durch die Übernahme zukünftig wesentlich stärker unter die US-Jurisdikation fällt. Somit kann es schnell passieren, dass ARM zum Spielball im Handelskrieg zwischen den USA und China wird. Angesichts dessen, dass nahezu alle chinesischen Hardware-Hersteller auf ARM-Chips angewiesen sind, kann das zu massiven Problemen für die dortige IT-Wirtschaft führen.Grundsätzlich haben chinesische Behörden erst einmal keine direkten juristischen Möglichkeiten, in eine Übernahme ARMs durch Nvidia hineinzugrätschen. Allerdings ist China eben auch der größte Halbleiter-Markt der Welt. Das Land importiert jährlich Chips im Wert von rund 300 Milliarden Dollar. Daher dürfte jeder relevante Hersteller in dem Segment bestrebt sein, den Frieden mit den dortigen Verantwortlichen zu wahren, um beim Zugang zu dem Markt möglichst wenig Steine in den Weg gelegt zu bekommen.
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Christian Kahle
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