Räuberpistole bei ARM: China-Chef hat die Fernost-Tochter "besetzt"
Der Chipdesigner ARM hat offenbar ein Problem mit einem meuternden Manager. ARM China-Chef Allen Wu soll die chinesische Landestochter unter seine Kontrolle gebracht haben und lässt sich bisher von keiner Instanz stoppen.
Wie aus einem Bericht des Magazins ExtremeTech hervorgeht, habe Wu ein eigenes Unternehmen namens Alphatecture gegründet und arbeite derzeit intensiv daran, dieses mit den Ressourcen von ARM China aufzubauen. Unter anderem sollen Unternehmen Rabatte auf ARM China-Produkte bekommen, wenn sie in Alphatecture investieren.
Der Aufsichtsrat des britischen Mutterkonzerns hat Wu aufgrund dessen mit 7:1 Stimmen seines Postens enthoben. Praktische Auswirkungen hat dies allerdings bisher nicht. Der Manager heuerte kurzerhand Security-Personal an, die keinen ARM-Vertreter mehr in die Büros von ARM China hineinlassen. Beschäftigte, die nicht loyal hinter ihm standen, sind entlassen worden.
Dem britischen Chipdesigner bleibt somit aktuell nur recht wenig Spielraum. Zumindest hat man der chinesischen Landestochter den Zugang zu allen neuen Technologien versperrt. Die jüngste ARM-Architektur, auf die man in China derzeit noch Zugriff hat, ist der Cortex-A77. Das hielt Wu allerdings nicht davon ab, kürzlich ein Launch-Event für eine komplett neue Produktserie zu veranstalten.
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Der Aufsichtsrat des britischen Mutterkonzerns hat Wu aufgrund dessen mit 7:1 Stimmen seines Postens enthoben. Praktische Auswirkungen hat dies allerdings bisher nicht. Der Manager heuerte kurzerhand Security-Personal an, die keinen ARM-Vertreter mehr in die Büros von ARM China hineinlassen. Beschäftigte, die nicht loyal hinter ihm standen, sind entlassen worden.
Komplexe Lage
Auch mit den staatlichen Stellen in China kann der Mutterkonzern erst einmal nicht rechnen. Denn für die Behörden ist Wu gemäß aller vorliegenden Unterlagen der rechtmäßige Chef des Unternehmens. Seine Entlassung dürfte auch dahingehend problematisch sein, da es in China quasi keine Firmen gibt, die mehrheitlich in ausländischer Hand sind, weshalb ARM keine alleinige Entscheidungsmacht über ARM China hat. Und um die Verwirrung in der Sache perfekt zu machen, hat Wu selbst noch eine Klage gegen ARM China eingereicht, in der seine Entlassung vorsorglich angefochten wird - mit entsprechender aufschiebender Wirkung, bis ein rechtsgültiges Urteil ergeht.Dem britischen Chipdesigner bleibt somit aktuell nur recht wenig Spielraum. Zumindest hat man der chinesischen Landestochter den Zugang zu allen neuen Technologien versperrt. Die jüngste ARM-Architektur, auf die man in China derzeit noch Zugriff hat, ist der Cortex-A77. Das hielt Wu allerdings nicht davon ab, kürzlich ein Launch-Event für eine komplett neue Produktserie zu veranstalten.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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