Deal steht: Nvidia bestätigt ARM-Übernahme für 40 Milliarden Dollar

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Die Übernahme des britischen Chipherstellers ARM durch Nvidia ist in tro­ckenen Tüchern. Für 40 Milliarden US-Dollar tritt die japanische SoftBank Group ihre Anteile an Nvidia ab, die mit der Akquisition vor allem im Be­reich der künstlichen Intelligenz wachsen möchten. Nachdem am vergangenen Wochenende bereits konkrete Hinweise zum Vertrag zwischen Nvidia und SoftBank durchgesickert waren, bestätigt das US-amerikanische Unternehmen heute die offizielle Übernahme von ARM. Nvidia lässt sich den Deal insgesamt 40 Milliarden Dollar kosten, der vorrangig in Form von Aktien (mind. 21,5 Milliarden Dollar) abgewickelt werden soll. SoftBank wird somit zu einem neuen Nvidia-Großaktionär, dessen Anteil jedoch laut Angaben des Konzerns voraussichtlich unter 10 Prozent liegen wird. Weiterhin gibt man bekannt, dass der Abschluss der ARM-Übernahme innerhalb der nächsten 18 Monate erwartet wird.


"Führendes Computer-Unternehmen im Zeitalter von AI"

Für Nvidia und CEO Jensen Huang steht mit der Übernahme das Thema Künstliche In­tel­li­genz (engl. Artificial Intelligence, kurz AI) im Mittelpunkt: "In den kommenden Jahren wer­den Billionen von Computern mit KI ein neues Internet der Dinge schaffen, das tau­send­mal größer ist als das heutige Internet der Menschen. Unsere Zusammenführung wird ein Un­ter­neh­men schaffen, das für das Zeitalter der KI fabelhaft positioniert ist." Am Hauptsitz von ARM im britischen Cambridge soll dafür ein neues Nvidia Research Center entstehen, das mit einem der modernsten Supercomputer auf Nvidia-ARM-Basis ausgestattet werden soll.

Otto Normalverbraucher wird ARM vorrangig in Smartphones begegnen, deren Basis unter an­de­rem von Chipherstellern wie Qualcomm und MediaTek verwendet wird. Das erfolgreiche Li­zenz­mo­dell soll nach der Übernahme von Nvidia weitergeführt werden: "Als Teil von Nvidia wird ARM sein Modell der offenen Lizenzvergabe wei­ter betreiben, während die Kun­den­neu­tra­li­tät, welche die Grundlage für den Erfolg des Un­ter­neh­mens bildete, beibehalten wird." Eben­so soll ARMs Management-Team rund um CEO Simon Segars übernommen und in den Nvidia-Konzern integriert werden.

Die SoftBank Group hatte ARM erst im Jahr 2016 für 32 Milliarden Dollar übernommen. Der große Geldsegen, den sich der japanische Telekommunikationskonzern erwartet hat, bleibt also aus. Durch die Aktienanteile an Nvidia könnte das Unternehmen auf lange Sicht den­noch profitieren. ARMs neuer Besitzer konnte seinen Marktwert in den letzten vier Jahren bei­na­he verzehnfachen.

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