ARM-Kauf durch Nvidia: Probleme durch US-Embargo befürchtet
Vor dem Hintergrund des weiter schwelenden Handelskriegs zwischen den USA und China könnte die Übernahme der britischen Chip-Schmiede ARM durch das US-Unternehmen Nvidia in den Mittelpunkt der Auseinandersetzung rücken.
Wie der taiwanische Branchendienst DigiTimes berichtet, fürchten diverse Beobachter aus der Industrie, dass die USA nach dem erfoglreichen Abschluss des gestern angekündigten Verkaufs von ARM durch den bisherigen Besitzer SoftBank an den Grafikspezialisten Nvidia eine neue Möglichkeit erhalten, um gegen China bzw. chinesische Unternehmen vorzugehen.
Die US-Regierung könnte durch die Übernahme von ARM durch Nvidia also ein neues Druckmittel in ihrem Ringen mit China erhalten. Wie im Fall von Huawei könnte die US-Politik also unter Berufung auf angebliche Bedenken bezüglich der "nationalen Sicherheit der USA" dafür sorgen, dass ARM und seine Lizenznehmer keine "mit amerikanischer Technologie" ausgerüsteten Chips mehr nach China liefern können.
Um sich langfristig von eventuellen Eingriffen auf politischer Ebene zu lösen, versuchen diverse chinesische Firmen seit Jahren, in alternative Lösungen zu investieren, die eine Abhängigkeit von ARM vermeiden. Dazu hat man bereits vor geraumer Zeit begonnen, in die Entwicklung neuer Chips auf Basis der freien RISC-V-Architektur zu investieren, doch bisher halten sich die Resultate dieser Bemühungen noch in Grenzen.
Siehe auch: Deal steht - Nvidia bestätigt ARM-Übernahme für 40 Milliarden Dollar
Künftig keine ARM-SOCs mehr aus China?
Da ARM künftig zu einem Konzern gehört, dessen Hauptsitz in den USA liegt, könnte das britische Unternehmen zum Spielball der internationalen politischen Spannungen zwischen den USA und China werden. Sollten die USA die im Fall von Huawei und einigen anderen chinesischen Firmen erlassenen Export-Beschränkungen und Sanktionen auf ARM anwenden, könnten chinesische Hardware-Hersteller keine Chips mehr auf Basis der extrem weitverbreiteren ARM-Architekturen bauen, so die Befürchtung.Die US-Regierung könnte durch die Übernahme von ARM durch Nvidia also ein neues Druckmittel in ihrem Ringen mit China erhalten. Wie im Fall von Huawei könnte die US-Politik also unter Berufung auf angebliche Bedenken bezüglich der "nationalen Sicherheit der USA" dafür sorgen, dass ARM und seine Lizenznehmer keine "mit amerikanischer Technologie" ausgerüsteten Chips mehr nach China liefern können.
Um sich langfristig von eventuellen Eingriffen auf politischer Ebene zu lösen, versuchen diverse chinesische Firmen seit Jahren, in alternative Lösungen zu investieren, die eine Abhängigkeit von ARM vermeiden. Dazu hat man bereits vor geraumer Zeit begonnen, in die Entwicklung neuer Chips auf Basis der freien RISC-V-Architektur zu investieren, doch bisher halten sich die Resultate dieser Bemühungen noch in Grenzen.
Siehe auch: Deal steht - Nvidia bestätigt ARM-Übernahme für 40 Milliarden Dollar
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