Produktion von E-Autos braucht genauso viele Arbeiter wie der Diesel
Die Elektromobilität ist wahrscheinlich gar kein Job-Killer. Die vermeintliche Vernichtung hunderttausender Arbeitsplätze durch die weniger komplexen Antriebe der Elektro-Autos ist laut den Ergebnissen einer aktuellen Untersuchung schlicht ein Mythos.
Die Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) hat in einer Studie den Aufwand für die Produktion von Verbrennern und Stromern tiefgehend untersucht. Dafür hat man die Arbeiten in der Produktion bis in die kleinsten Details aufgeschlüsselt. Wie das Handelsblatt berichtet, kam man dabei zu dem Ergebnis, dass sowohl Personal- als auch Arbeitsaufwand sich im Grunde kaum voneinander unterscheiden.
Unterschiede gibt es demnach durchaus in Teilbereichen. So gebe es bei den Motoren für Diesel- und Elektro-Autos einen deutlichen Unterschied von drei zu eins. Pro drei Beschäftigten, die für die Fertigung des Dieselmotors benötigt werden, braucht man beim einfacheren Elektromotor lediglich einen Mitarbeiter. Der Unterschied gleicht sich in anderen Bereichen dann aber aus. "Für den Bau eines kompletten Elektroautos ist der Arbeitsaufwand nahezu genauso hoch wie für ein Auto mit Verbrennungsmotor", erklärte BCG-Partner Daniel Küpper.
Das steht nur scheinbar im Widerspruch zu der Tatsache, dass die deutschen Autohersteller die aktuellen Entlassungen mit dem Umbau der Strukturen hin zur Elektromobilität begründen. Dass in der deutschen Industrie derzeit tatsächlich weniger Mitarbeiter benötigt werden, liegt schlicht daran, dass arbeitsaufwendige Teile des E-Autos noch immer nicht im Land hergestellt werden. Eine deutsche Akku-Fertigung gibt es beispielsweise eben noch nicht. Die damit verbundenen Arbeitsplätze gibt es - aber eben in anderen Ländern, vor allem in China.
Unterschiede gibt es demnach durchaus in Teilbereichen. So gebe es bei den Motoren für Diesel- und Elektro-Autos einen deutlichen Unterschied von drei zu eins. Pro drei Beschäftigten, die für die Fertigung des Dieselmotors benötigt werden, braucht man beim einfacheren Elektromotor lediglich einen Mitarbeiter. Der Unterschied gleicht sich in anderen Bereichen dann aber aus. "Für den Bau eines kompletten Elektroautos ist der Arbeitsaufwand nahezu genauso hoch wie für ein Auto mit Verbrennungsmotor", erklärte BCG-Partner Daniel Küpper.
Deutschland steht noch ohne Akkus da
Die Arbeit, die bei Elektroautos am direkten Antriebssystem eingespart wird, kommt anderswo hinzu. Am deutlichsten wird dies bei der Bereitstellung der Antriebsenergie: Die Batteriezellfertigung ist sehr viel arbeitsaufwendiger als die Produktion eines Dieseltanks. Aber auch in der Montage wird bei E-Autos ein höherer Arbeitsaufwand verbucht, da beispielsweise die Kabelbäume in der Regel noch einmal deutlich komplexer sind als beim Verbrenner.Das steht nur scheinbar im Widerspruch zu der Tatsache, dass die deutschen Autohersteller die aktuellen Entlassungen mit dem Umbau der Strukturen hin zur Elektromobilität begründen. Dass in der deutschen Industrie derzeit tatsächlich weniger Mitarbeiter benötigt werden, liegt schlicht daran, dass arbeitsaufwendige Teile des E-Autos noch immer nicht im Land hergestellt werden. Eine deutsche Akku-Fertigung gibt es beispielsweise eben noch nicht. Die damit verbundenen Arbeitsplätze gibt es - aber eben in anderen Ländern, vor allem in China.
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Christian Kahle
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