Nach Verkaufsverbot: 20.000 FritzBoxen wandern auf den Müll
Nachdem AVM Anfang des Jahres vor Gericht ein Verkaufsverbot von gebrauchten FritzBoxen erwirken konnte, wurden nun rund 20.000 Router verschrottet. Die FritzBoxen waren zuvor bei Unitymedia im Einsatz und wurden dann an den Händler Woog Media verkauft.
Damit hat die etwas kuriose Geschichte ein Ende, denn mit der Vernichtung der Router endet auch der Gerichtsstreit. Über die Vernichtung der gebrauchten Kabel-Router hat jetzt das Online-Magazin Golem berichtet. Woog Media hatte demnach zunächst versucht, durch eine eingelegte Berufung doch noch zu einer vielleicht auch für beide Seiten besseren Lösung zu kommen, doch letztendlich bleib kein anderer Weg "als die Router an unseren Lieferanten zurückzugeben", teilte Firmenchef Carlo Faber auf Anfrage von Golem mit. Das Unternehmen hat zudem die Berufung zurückgezogen. Man werde auch in Zukunft keine weiteren FritzBoxen mit aktualisierter Firmware mehr anbieten. Mit der Rücknahme der Berufung ist das Verkaufsverbot nun rechtskräftig.
Provider-Version vs.
... Kauf-FritzBox
Ein andere Lösung als die Verschrottung der Router habe es laut dem Unternehmen im Grunde nicht mehr gegeben. Mit dem Branding und Unitymedia-Firmware konnten die FritzBoxen nicht verkauft werden, da sie nicht einfach wie ein neuer Router in ein Netzwerk eingebunden werden können. Eine neue Software aufzuspielen war dem Unternehmen aber verboten worden - damit war klar, dass die restlichen 20.000 FritzBoxen im Lager nur noch Elektroschrott waren.
Provider-Version vs.
Gut 10.000 Router wurden verkauft
Woog Media hatte dabei rund 30.000 gebrauchte FritzBox 6490 Cable von dem Kabel-Anbieter Unitymedia übernommen. Nachdem gut ein Drittel davon vorwiegend an Privatkunden über den Online-Shop des Unternehmens verkauft wurden, hatte sich AVM eingeschaltet und den Verkauf per einstweiliger Verfügung gestoppt.
... Kauf-FritzBox
Ein andere Lösung als die Verschrottung der Router habe es laut dem Unternehmen im Grunde nicht mehr gegeben. Mit dem Branding und Unitymedia-Firmware konnten die FritzBoxen nicht verkauft werden, da sie nicht einfach wie ein neuer Router in ein Netzwerk eingebunden werden können. Eine neue Software aufzuspielen war dem Unternehmen aber verboten worden - damit war klar, dass die restlichen 20.000 FritzBoxen im Lager nur noch Elektroschrott waren.
Vernichtung war kein Ziel von AVM
Ganz so klar sieht AVM das im Übrigen nicht. Soweit derzeit bekannt ist, hatte AVM es gar nicht auf die Vernichtung abgesehen. Stattdessen setze man auf ein sogenanntes "Refurbishment-Management", also eine Aufbereitung für die Wiederverwendung. Warum die Router nun aber dennoch auf dem Schrott landeten, ist fraglich. AVM hatte zuvor mehrfach über die Medien verbreiten lassen, dass man sich nur gegen eine gewerbsmäßige Manipulation ihrer Geräte und Software wehren wollte. Siehe auch:
Thema:
Nadine Juliana DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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