Zuckerberg soll Trump zu Sanktionen gegen TikTok bewegt haben
Die Video-Plattform TikTok ist in den Vereinigten Staaten aktuell großem politischen Druck ausgesetzt. Die Regierung möchte den Dienst sperren lassen, sofern das US-Geschäft nicht abgegeben wird. Der Facebook-Chef Mark Zuckerberg scheint daran nicht ganz unbeteiligt zu sein.
Wie das Wall Street Journal berichtet, hat Mark Zuckerberg sich schon im letzten Jahr gegen TikTok gerichtet und den wachsenden Einfluss von chinesischen Firmen kritisiert. Ihm zufolge legen US-Unternehmen großen Wert auf freie Meinungsäußerung. Auf TikTok werden bestimmte Inhalte, beispielsweise Erwähnungen von Protestbewegungen, hingegen zensiert.
Diesen Standpunkt soll Zuckerberg auch bei einem privaten Abendessen mit Trump vertreten haben. Das schnelle Wachstum von chinesischen Firmen wie TikTok bedrohe die Wirtschaft und stelle ein wichtigeres Thema als die Regulierung der eigenen Social-Media-Plattform dar. Infografik TikTok: Nutzer weltweit und in Deutschland
Mehr über den Streit rund um TikTok:
Diesen Standpunkt soll Zuckerberg auch bei einem privaten Abendessen mit Trump vertreten haben. Das schnelle Wachstum von chinesischen Firmen wie TikTok bedrohe die Wirtschaft und stelle ein wichtigeres Thema als die Regulierung der eigenen Social-Media-Plattform dar. Infografik TikTok: Nutzer weltweit und in Deutschland
Gespräche mit mehreren Senatoren
Mark Zuckerberg soll allerdings nicht nur mit dem Präsidenten, sondern auch mit mehreren Senatoren gesprochen haben. Anschließend hat der Demokrat Chuck Schumer eine Untersuchung von TikTok gefordert, die dann auch von der Regierung eingeleitet wurde. Darüber hinaus hat Facebook in diesem Jahr die Lobbyorganisation American Edge gegründet. Die Gruppe setzt sich für US-amerikanische IT-Konzerne und deren Rolle in der Wirtschaft ein.TikTok muss jetzt verkauft werden
Die US-Regierung wirft dem TikTok-Betreiber Bytedance vor, Nutzerdaten an die chinesische Regierung weiterzuleiten. Daher wurde der Konzern dazu gezwungen, sein US-Geschäft an ein US-Unternehmen zu verkaufen. Sollte bis November keine Übernahme erfolgt sein, so könnte der Dienst in den Vereinigten Staaten verboten und gesperrt werden. TikTok hatte bereits angekündigt, gegen diese Entscheidung klagen zu wollen. Neben Microsoft sind auch Twitter und Oracle an einer Übernahme von TikTok interessiert. Aus wettbewerbsrechtlichen Gründen hat Facebook selbst jedoch keine Möglichkeit, TikTok aufzukaufen.Mehr über den Streit rund um TikTok:
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