Alles in der Krise? - Solar-Branche kann sich kaum vor Aufträgen retten

Sonne, Solarenergie, Himmel, Sommer Bildquelle: Pixabay
Während viele Bereiche der Wirtschaft irgendwie versuchen, glimpflich durch die Corona-Krise zu kommen, kann man sich in der Solar-Branche kaum vor Aufträgen retten. Nun hofft man, nicht erneut von der Politik torpediert zu werden. "Wir haben mit einem Rückgang der Nachfrage wegen der Corona-Maßnahmen gerechnet, aber das Gegenteil ist der Fall", zitiert das Handelsblatt Tobias Schütt, den Chef der Hamburger Solarfirma DZ-4. Kurzzeitig gab es demnach zwar etwas Verunsicherung, diese legte sich aber schnell und wich einer enormen Steigerung.

Gleiches ist auch von Solarwatt zu vernehmen, dem Dresdner Hersteller von Photovoltaik-Modulen. Bei diesem blickte man zwar durchaus mit Optimismus auf die aktuellen Monate, doch mit dem, was jetzt in den Büchern steht, habe man nicht gerechnet. "Da reibt man sich schon ein bisschen die Augen", sagte Solarwatt-Chef Dietmar Neuhaus. Der Umsatz im ersten Quartal kletterte schon um 60 Prozent. Und die Auftragseingänge lagen sogar 140 Prozent höher.

Kappungsgrenze droht noch immer

Entsprechend wenig Sorgen bereiten den Unternehmen der gesamten Branche die aktuellen Einflüsse der Corona-Krise. Das bedeutet aber längst nicht, dass man nicht auch einige dunkle Wolken am Horizont heraufziehen sieht. Denn irgendwann im Sommer wird die Marke von 52 Gigawatt installierter PV-Leistung in Deutschland erreicht. Dann sollen laut der vor Jahren getroffenen Beschlusslage verschiedene staatliche Förderungen wegfallen.

Es gilt zwar als sicher, dass die Kappungsgrenze wegfällt - immerhin ist das im Klimapaket festgelegt und auch schon vom Bundesrat beschlossen. Doch die Bundesregierung wird bisher nicht tätig und so könnte es sein, dass man die Solar-Branche zum zweiten Mal vor die Wand laufen lässt. Schon 2012 sorgten Entscheidungen in Berlin dafür, dass zehntausende Arbeitsplätze in dem Bereich vernichtet wurden und die heimischen Hersteller keine Chance mehr gegen die chinesische Konkurrenz hatten.

Der aktuelle Boom hat mehrere Ursachen. Einerseits versuchen verschiedene Anlagen-Betreiber natürlich noch ihre Projekte zu realisieren, bevor die Förderungen vielleicht wegfallen. Und obwohl es auch für Private längst andere Ausgangsvoraussetzungen gibt, sind PV-Anlagen auf dem eigenen Haus wieder sehr interessant. Das liegt weniger an den Einspeisevergütungen, sondern eher an den wachsenden Nutzungsmöglichkeiten. Eigene Speichersysteme machen die Nutzung der selbst erzeugten Energie einfacher und Elektroautos, die mit dem eigenen Strom betankt werden, sind auf Dauer eine günstigere Alternative zum klassischen Verbrenner.

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