Solarenergie wird durch Graphen-Schicht extrem effektiv eingefangen
Die Energiegewinnung aus Sonnenlicht kann mit einer neuen Entwicklung sehr stark gesteigert werden. Forscher aus Australien haben eine Oberfläche aus Graphen entwickelt, die sehr stark absorbiert und kaum Verluste durch Streustrahlung entstehen lässt.
Beim Auffangen von Sonnenenergie müssen zur Effizienzsteigerung beide Faktoren im Blick behalten werden. Materialien, die gut absorbieren, gibt es reichlich. Die Kunst der Materialforscher besteht darin, auch zu verhindern, dass ein Teil der aufgenommenen Energie gleich wieder als Infrarotstrahlung freigesetzt wird. Die neue Graphen-Schicht, die an der Swinburne University of Technology in Melbourne entwickelt wurde, soll rund 90 Prozent der Wärmeenergie aus dem Sonnenlicht aufnehmen und nahezu keine Streustrahlung freisetzen.
Um das zu schaffen, genügt es nicht, einfach eine flache Graphen-Oberfläche zu verwenden. Stattdessen wird das Material in eine dreidimensionale Struktur gebracht, bei der zahlreiche Erhebungen und Spalten dafür sorgen, dass die Absorption gesteigert und der Strahlungsverlust reduziert wird. Die fragliche Schicht ist dabei lediglich 30 Nanometer dick und kann beispielsweise auf einem Kupfer-Träger dafür sorgen, dass die Wärme ihrer Bestimmung zugeführt wird.
Die Produktion entsprechender Panels für die Solarthermie ist vergleichsweise einfach. Im Gegensatz zu anderen Optionen ist es hier beispielsweise nicht notwendig, die Graphen-Ablagerung in einem Vakuum zu vollziehen. Die Forscher arbeiten bereits mit einem lokalen Unternehmen an Verfahren zu einer Produktion in größerem Stil.
Ein Einsatzgebiet ist naheliegenderweise die Erwärmung von Heiz- und Nutzwasser. Die Forscher selbst erproben ihr Material aber in erster Linie am Beispiel der Wasseraufbereitung. Relativ einfache Systeme können hier in die Sonne gestellt werden und durch Destillation sauberes Wasser aus verschmutzen Abwässern oder aus dem Salzwasser der Meere erzeugen. Der Prozess ist dabei in seinem Umfang gut skalierbar und kann so auch für größere Bedarfsmengen genutzt werden.
Um das zu schaffen, genügt es nicht, einfach eine flache Graphen-Oberfläche zu verwenden. Stattdessen wird das Material in eine dreidimensionale Struktur gebracht, bei der zahlreiche Erhebungen und Spalten dafür sorgen, dass die Absorption gesteigert und der Strahlungsverlust reduziert wird. Die fragliche Schicht ist dabei lediglich 30 Nanometer dick und kann beispielsweise auf einem Kupfer-Träger dafür sorgen, dass die Wärme ihrer Bestimmung zugeführt wird.
Temperatur regelbar
In einer offenen Umgebung erhitzte sich die Schicht in Experimenten umgehend auf 83 Grad Celsius, teilten die Forscher laut einem Bericht des Spectrum-Magazins mit. Durch eine Kombination mehrerer Layer oder anderer Oberflächen-Strukturen lassen sich aber auch andere Temperaturen erzeugen, die besser zu den jeweiligen Anwendungen passen. Mit einer 90 Nanometer dicken Schicht kam man beispielsweise auf bis zu 160 Grad Celsius.Die Produktion entsprechender Panels für die Solarthermie ist vergleichsweise einfach. Im Gegensatz zu anderen Optionen ist es hier beispielsweise nicht notwendig, die Graphen-Ablagerung in einem Vakuum zu vollziehen. Die Forscher arbeiten bereits mit einem lokalen Unternehmen an Verfahren zu einer Produktion in größerem Stil.
Ein Einsatzgebiet ist naheliegenderweise die Erwärmung von Heiz- und Nutzwasser. Die Forscher selbst erproben ihr Material aber in erster Linie am Beispiel der Wasseraufbereitung. Relativ einfache Systeme können hier in die Sonne gestellt werden und durch Destillation sauberes Wasser aus verschmutzen Abwässern oder aus dem Salzwasser der Meere erzeugen. Der Prozess ist dabei in seinem Umfang gut skalierbar und kann so auch für größere Bedarfsmengen genutzt werden.
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