RIPE: Europäische IP-Leute lehnen neues TCP/IP im China-Stil ab
Das IP-Verwaltungsgremium RIPE hat den chinesischen Vorstoß zu einer Überarbeitung der Kernprotokolle des Internets klar zurückgewiesen. Das so genannte "New IP" würde schlichtweg die Grundprinzipien des Netzes auf den Kopf stellen, hieß es.
Die Vorschläge zu einer Erneuerung des TCP/IP-Standards sind in einem gemeinsamen Ansatz von der chinesischen Regierung, den chinesischen Telekommunikationskonzernen und dem chinesischen Netzwerkausrüster Huawei auf die Tagesordnung gesetzt worden. Im vergangenen Jahr ging der Entwurf offiziell bei der internationalen Standardisierungs-Organisation für Telekommunikations-Infrastrukturen ITU ein.
New IP würde unter anderem darauf hinauslaufen, dass die Strukturen im Internet viel stärker zentralisiert würden. Das Sagen würden dann im Grunde einige wenige Betreiber großer Internet-Knoten haben. Außerdem schlägt man die Einführung eines Shutoff-Protokolls vor, mit dem sich Teilnetze, die durch negatives Verhalten auffallen, schlichtweg abtrennen und somit ausschalten lassen.
"Auch wenn es sicherlich einige technische Herausforderungen beim bestehenden Internet-Modell gibt, glaube ich nicht, dass wir eine komplett neue Architektur benötigen, um diese zu meistern", führte er aus. Seitens der RIPE sprach man sich dafür aus, alle Fragen des Internet-Protokolls komplett bei der Internet Engineering Task Force (IETF) zu belassen, die sich schon seit Jahrzehnten um diese kümmert. Denn diese Gruppe setzt sich aus diversen Technikern zusammen, die ständig mit dem Netz arbeiten, während die ITU als UN-Organisation viel stärker politischen Einflüssen unterliegt.
New IP würde unter anderem darauf hinauslaufen, dass die Strukturen im Internet viel stärker zentralisiert würden. Das Sagen würden dann im Grunde einige wenige Betreiber großer Internet-Knoten haben. Außerdem schlägt man die Einführung eines Shutoff-Protokolls vor, mit dem sich Teilnetze, die durch negatives Verhalten auffallen, schlichtweg abtrennen und somit ausschalten lassen.
IETF sollte verantwortlich bleiben
Die Vorschläge aus China bekamen durchaus Beifall und Unterstützung - allerdings aus Ländern wir Russland, dem Iran und Saudi-Arabien, die ähnlich autoritäre Ideen zur Gestaltung der Gesellschaft haben. Bei den Vertretern anderer Länder und Regionen erntete man eher ein Stirnrunzeln. So nun beispielsweise auch von der RIPE. Marco Hogewoning vom geschäftsführenden Stab der Organisation stellte überhaupt grundsätzlich in Frage, ob es überhaupt einer grundlegend neuen Fassung der Kernprotokolle des Internets bedürfe."Auch wenn es sicherlich einige technische Herausforderungen beim bestehenden Internet-Modell gibt, glaube ich nicht, dass wir eine komplett neue Architektur benötigen, um diese zu meistern", führte er aus. Seitens der RIPE sprach man sich dafür aus, alle Fragen des Internet-Protokolls komplett bei der Internet Engineering Task Force (IETF) zu belassen, die sich schon seit Jahrzehnten um diese kümmert. Denn diese Gruppe setzt sich aus diversen Technikern zusammen, die ständig mit dem Netz arbeiten, während die ITU als UN-Organisation viel stärker politischen Einflüssen unterliegt.
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Christian Kahle
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