TCP/IP soll durch grundlegend anderes Konzept ersetzt werden
Das altbekannte TCP/IP als Grundlage des Datenverkehrs im Internet und die damit einhergehenden Strukturen sollen in absehbarer Zeit der Vergangenheit angehören. Ein hochrangig besetztes Konsortium will das Internet so auf eine deutlich effizientere Grundlage stellen.
Named Data Networking (NDN) heißt die Alternative, die von der neu gegründeten Gruppe vorangetrieben werden soll. Hinter der Organisation namens Named Data Networking Consortium stehen Unternehmen wie Cisco, Panasonic und VeriSign, aber auch verschiedene große Universitäten aus den USA, China, Japan, Südkorea und Europa.
NDN setzt dabei auf ein völlig anderes Konzept, als die bisher eingesetzte Technologie. Heute ist der Austausch von Daten im Internet im Wesentlichen eine Sache des Versands von Paketen zwischen zwei IP-Adressen. Welche Inhalte dabei transportiert werden, ist völlig egal. Der NDN-Ansatz stellt hingegen den Inhalt selbst in den Mittelpunkt.
NDN soll letztlich dafür sorgen, dass das Netz deutlich dezentraler organisiert werden kann, als es heute der Fall ist. Die Unterstützer der Technologie sehen darin insbesondere Vorteile, wenn in Zukunft noch viele Milliarden Geräte mehr miteinander vernetzt sind und Informationen austauschen. Die Technologie soll hier nicht nur für mehr Effizienz sorgen, sondern auch potenzielle Flaschenhälse wie überlastete Server hinfällig machen.
In einem ersten Schritt will das neue Konsortium die NDN-Technologie im akademischen Bereich zum Einsatz bringen. Hier wird unter Federführung der Washington University ein Testnetz aufgebaut, das mehrere Einrichtungen in den USA, China und Frankreich miteinander verbindet. In dieser Infrastruktur sollen Erkenntnisse gesammelt werden, um die Einführung im gesamten Internet vorzubereiten.
NDN setzt dabei auf ein völlig anderes Konzept, als die bisher eingesetzte Technologie. Heute ist der Austausch von Daten im Internet im Wesentlichen eine Sache des Versands von Paketen zwischen zwei IP-Adressen. Welche Inhalte dabei transportiert werden, ist völlig egal. Der NDN-Ansatz stellt hingegen den Inhalt selbst in den Mittelpunkt.
Inhalte in den Mittelpunkt
Dies sieht dann so aus, dass eine Anfrage eines Nutzers an einen Router geschickt wird. Dieser sucht nun aber nicht den Weg zum vorher festgelegten Server, der das Gesuchte vorrätig hat, sondern bekommt nach einer Anfrage Rückmeldungen, wo die entsprechenden Inhalte zu finden sind. Sind diese an mehreren Punkten im Netzwerk verfügbar, kann entweder die optimale Verbindung ausgewählt oder ein paralleler Bezug aus mehreren Quellen durchgeführt werden. Am ehesten entspricht NDN somit dem Prinzip, das heute aus BitTorrent-Schwärmen bekannt ist.NDN soll letztlich dafür sorgen, dass das Netz deutlich dezentraler organisiert werden kann, als es heute der Fall ist. Die Unterstützer der Technologie sehen darin insbesondere Vorteile, wenn in Zukunft noch viele Milliarden Geräte mehr miteinander vernetzt sind und Informationen austauschen. Die Technologie soll hier nicht nur für mehr Effizienz sorgen, sondern auch potenzielle Flaschenhälse wie überlastete Server hinfällig machen.
In einem ersten Schritt will das neue Konsortium die NDN-Technologie im akademischen Bereich zum Einsatz bringen. Hier wird unter Federführung der Washington University ein Testnetz aufgebaut, das mehrere Einrichtungen in den USA, China und Frankreich miteinander verbindet. In dieser Infrastruktur sollen Erkenntnisse gesammelt werden, um die Einführung im gesamten Internet vorzubereiten.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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