Zoom: Hunderttausende Konten stehen im Dark Web zum Verkauf

Die Kommunikations-App Zoom gilt als einer der großen Gewinner der aktuellen Coronakrise, gerade in den ersten Tagen der Isolation konnte der Dienst eine Nutzerexplosion erleben. Doch schnell wurden Daten­schutz­probleme bekannt und die Sache ist noch nicht ausgestanden.
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Dennis Hall / Twitter

Boom von Zoom

Zoom hier, Zoom dort, Zoom überall. Diesen Eindruck musste man gerade nach dem Inkraft­treten der Anti-Coronavirus-Maßnahmen bekommen, die Remote-Office-Kommuni­kations­anwendung erlebte einen geradezu sagenhaften Zulauf. Doch wenig später wurden gleich mehrere Datenschutzpannen bzw. -unzulänglichkeiten bekannt. Das wiederum hat mittler­weile zu rechtlichen Turbulenzen geführt, denn Zoom wurde von einem Anleger wegen Irreführung verklagt. Infografik: Ein sicheres Passwort wählenEin sicheres Passwort wählen Und der Ärger ist noch nicht vorbei, im Gegenteil: Denn laut einem Bericht von Bleeping Computer wurden vor kurzem im Dark Web bzw. in einschlägigen Hacker-Foren die Login-Daten von mehr als 500.000 Zoom-Konten entdeckt. Diese werden billig verkauft und teilweise sogar verschenkt.

Quelle für die Nutzername/Passwort-Kombinationen ist aber wohl kein klassischer Hacker-Angriff. Vielmehr stammen diese Login-Informationen aus dem Ausprobieren bereits bekannter bzw. anderswo abgegriffener Zugangsdaten.

Die kostenlos geposteten Daten werden als eine Art Werbung verwendet, auch um das Funktionieren der Login-Daten zu beweisen. Bleeping Computer hat einige der Betroffenen kontaktiert und konnte auf diese Weise verifizieren, dass diese Daten stimmen.

Die Angelegenheit ist für Betroffene sicherlich unangenehm, weshalb jeder, der sich auf Zoom mit bereits woanders verwendeten Zugangsdaten registriert hat, umgehend das Passwort ändern sollte - und das nicht nur bei Zoom, sondern überall, wo diese Kombination zum Einsatz gekommen ist.

Download Zoom Download für Windows Siehe auch: Vorsicht - Zoom-Erfolg ruft Fake-Installer und Kriminelle auf den Plan
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