Disney+ im Test: Ein wahres Fest für Familien, Filmfans und Nerds
Disney+ ist fast da und macht sich daran, die Streaming-Welt zu erobern. Doch auch wenn die Schlussfolgerung naheliegt: Disney+ ist kein Ersatz für Netflix, es ist vielmehr eine Ergänzung. Wir haben den am 24. März offiziell gestarteten Dienst getestet.
Aus aktuellen Gründen muss übrigens auch noch ein zweites "Aber" vorausgeschickt werden. Denn obwohl Disney+ HD- und Ultra-HD-Qualität verspricht, muss sich erst zeigen, welche Auflösung das neue Streaming-Portal liefern wird und wie die Bildqualität in der Realität ist. Denn obwohl sich Disney bisher nicht offiziell dazu geäußert hat (Update: Mittlerweile hat Disney eine Reduktion der Qualität bzw. Bandbreite um bis zu 25 Prozent bestätigt, wie sich das in der Praxis bemerkbar macht, muss sich aber erst zeigen), so ist zu erwarten, dass man dem Beispiel von Netflix, Amazon, YouTube und Apple+ folgt und die Auflösung begrenzt, um die Belastung der Netze während der Coronakrise zu reduzieren.
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Inzwischen ist Streaming so normal wie der An-Knopf auf der Fernbedienung, viele von uns verirren sich nur noch in Ausnahmefällen ins traditionelle lineare TV. Streaming ist das neue Schwarz und vor allem in den USA tobt bereits die Fragmentierung, denn es kommt zu einer regelrechten Angebotsexplosion, jeder will ein Stück vom Kuchen.
Disney+ bietet viele Filme, ...
... bei Serien ist noch Luft nach oben
Das haben wir auch beim Testen mehrfach bzw. immer wieder erlebt: Denn beim Stöbern haben wir neben neuen Hits wie den Marvel Cinematic Universe-Filmen (MCU) oder Serien wie The Mandalorian ständig erfreut ältere Produktionen auf die Merkliste gesetzt. Das klang etwa so: "Geil, Roger Rabbit!", "Simpsons! Schatz, wir sehen uns in ein paar Tagen wieder!" und "Sohnemann, hast du König der Löwen schon mal gesehen?"
Die Benutzeroberfläche erfindet das Rad aber nicht neu, ganz im Gegenteil. Sie erinnert an Netflix, Amazon und Co., wobei man natürlich eher das "Alles inklusive"-Erlebnis des Marktführers Netflix hat und nicht das unglaublich nervige "Ist das jetzt Prime, Leih- oder Kauf-Inhalt?" der Amazon-Oberfläche.
Im Laufe der Jahre haben die Streaming-Oberflächen aber einen gemeinsamen Standard entwickelt und diesen durchbricht auch Disney+ nicht. Dennoch muss man aber sagen, dass Disney+ es enorm elegant löst. Das Angebot wirkt sinnvoll sortiert, es gibt stets schicke und sogar wunderschöne "Hero"-Bilder.
Die Navigation orientiert sich vielfach an Netflix, so gibt es in einer einblendbaren Leiste oben oder seitlich (je nachdem ob man Browser oder App verwendet) die wichtigsten Kategorien, Suche oder Merkliste. Ebenfalls Branchen-Standard ist eine Sammlung der begonnenen Inhalte. Kurzum: Wer die UI von Netflix kennt, der wird sich auch bei Disney+ sofort zurechtfinden. Aber es gibt auch Schwachstellen...
Fragezeichen durch das Coronavirus
Der Transparenz halber gleich vorneweg: Dieser Test oder Vorabeindruck beruht vor allem auf der Web- bzw. Browser-Oberfläche von Disney+, das liegt daran, dass wir uns die niederländische Variante angesehen haben. Wir werden Eindrücke zu mobilen und TV-Apps nach Start nachreichen und den Artikel nach dem Start von Disney+ entsprechend aktualisieren.Aus aktuellen Gründen muss übrigens auch noch ein zweites "Aber" vorausgeschickt werden. Denn obwohl Disney+ HD- und Ultra-HD-Qualität verspricht, muss sich erst zeigen, welche Auflösung das neue Streaming-Portal liefern wird und wie die Bildqualität in der Realität ist. Denn obwohl sich Disney bisher nicht offiziell dazu geäußert hat (Update: Mittlerweile hat Disney eine Reduktion der Qualität bzw. Bandbreite um bis zu 25 Prozent bestätigt, wie sich das in der Praxis bemerkbar macht, muss sich aber erst zeigen), so ist zu erwarten, dass man dem Beispiel von Netflix, Amazon, YouTube und Apple+ folgt und die Auflösung begrenzt, um die Belastung der Netze während der Coronakrise zu reduzieren.
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Streaming ist längst Normalität
Netflix ist vor gut fünf Jahren in Deutschland gestartet und seither haben sich die Zeiten und unsere Fernsehgewohnheiten massiv verändert. Denn damals war ein Streaming-Dienst noch etwas Neues, für viele war es eine ersehnte Alternative zur Piraterie. Denn vor Netflix konnte man bestimmte Filme und Serien nur auf illegalen Wegen bekommen. Selbst wenn man zahlen wollte, konnte man das vielfach einfach nicht.Inzwischen ist Streaming so normal wie der An-Knopf auf der Fernbedienung, viele von uns verirren sich nur noch in Ausnahmefällen ins traditionelle lineare TV. Streaming ist das neue Schwarz und vor allem in den USA tobt bereits die Fragmentierung, denn es kommt zu einer regelrechten Angebotsexplosion, jeder will ein Stück vom Kuchen.
Qualität vor Quantität
Der Start von Disney+ hat hüben wie drüben dennoch eine Ausnahmestellung: Denn der Konzern hat so viel filmische Qualität im Angebot wie kaum ein anderer Anbieter. Das liegt daran, dass man Marvel, Lucasfilm, Pixar, 21st Century Fox und noch einige andere Größen besitzt. Bei der Quantität kann man mit Netflix zwar nicht mithalten, in Sachen Qualität kann dem Mickey-Maus-Konzern aber kaum jemand das Wasser reichen.
Disney+ bietet viele Filme, ...
... bei Serien ist noch Luft nach oben
Das haben wir auch beim Testen mehrfach bzw. immer wieder erlebt: Denn beim Stöbern haben wir neben neuen Hits wie den Marvel Cinematic Universe-Filmen (MCU) oder Serien wie The Mandalorian ständig erfreut ältere Produktionen auf die Merkliste gesetzt. Das klang etwa so: "Geil, Roger Rabbit!", "Simpsons! Schatz, wir sehen uns in ein paar Tagen wieder!" und "Sohnemann, hast du König der Löwen schon mal gesehen?"
Elegantes Interface
Das ausgezeichnete Interface erleichtert dieses Kreuz- und Quer-Stöbern von Filmen besonders gut, da man hier diverse Kategorien bzw. Sammlungen hat, die nicht nur Schubladen wie Star Wars und MCU bieten, sondern auch "Disney über die Jahrzehnte" und ähnliches.Die Benutzeroberfläche erfindet das Rad aber nicht neu, ganz im Gegenteil. Sie erinnert an Netflix, Amazon und Co., wobei man natürlich eher das "Alles inklusive"-Erlebnis des Marktführers Netflix hat und nicht das unglaublich nervige "Ist das jetzt Prime, Leih- oder Kauf-Inhalt?" der Amazon-Oberfläche.
Im Laufe der Jahre haben die Streaming-Oberflächen aber einen gemeinsamen Standard entwickelt und diesen durchbricht auch Disney+ nicht. Dennoch muss man aber sagen, dass Disney+ es enorm elegant löst. Das Angebot wirkt sinnvoll sortiert, es gibt stets schicke und sogar wunderschöne "Hero"-Bilder.
Die Navigation orientiert sich vielfach an Netflix, so gibt es in einer einblendbaren Leiste oben oder seitlich (je nachdem ob man Browser oder App verwendet) die wichtigsten Kategorien, Suche oder Merkliste. Ebenfalls Branchen-Standard ist eine Sammlung der begonnenen Inhalte. Kurzum: Wer die UI von Netflix kennt, der wird sich auch bei Disney+ sofort zurechtfinden. Aber es gibt auch Schwachstellen...
Thema:
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