Das Sterben des Einzelhandels beschleunigt sich immer weiter

Geschäft, Laden, Open, Schild, Offen, Sign Bildquelle: Virginia Johnson / unsplash
In Deutschland steht das nächste große Ladensterben bevor. Die aktuelle Corona-Krise dürfte dabei zwar zu einer Beschleunigung des Prozesses führen, aber auch ohne die Pandemie wären zahlreiche Geschäfte in den kommenden Jahren am Ende. Das geht aus einer aktuellen Analyse des Kölner Instituts für Handelsforschung (IFH) hervor. Laut dem "Handelsszenario 2030" gibt es als Ausgangslage aktuell 226.000 Einzel­handels­un­ter­nehmen in Deutschland. Binnen der kommenden zehn Jahre werden davon laut der Prog­nose 64.000 verschwinden.

In den meisten Fällen handelt es sich um kleinere Firmen, die eine oder wenige Filialen be­trei­ben. So rechnet das IFH damit, dass sich durch die Entwicklung die Zahl der einzelnen Ver­kaufs­stel­len um rund 80.000 verringern wird. Allerdings handelt es sich dabei um den schlech­tes­ten Fall, der auf Grundlage der aktuellen Daten denkbar ist. Günstigere Ent­wick­lun­gen führen aber immer noch zum Verlust von 26.000 Einzelhandelsunternehmen.

Corona sorgt für Zeitraffer

In den Innenstädten und vor allem auch im länd­li­chen Raum sind bereits zahlreiche Ver­kaufs­stel­len verschwunden. Die Entwicklung war durchaus auffällig, aber längst noch nicht so stark, wie sie in der kommenden Zeit werden könnte. Denn die Zahl der bisher ver­schwun­de­nen Einzelhändler belief sich seit 2005 und da­mit in den letzten 15 Jahren auf 39.000. Laut dem IFH hat sich das Laden­ster­ben dabei in den vergangenen Jahren immer weiter beschleunigt. Vor allem in den Bereichen Mode, Bücher und Spielwaren konnten sich vor allem die kleineren stationären Händler nicht mehr gegen die Konkurrenz aus dem Netz behaupten.

Der schlechteste Fall geht dabei davon aus, dass die Kaufkraft der Verbraucher spürbar sinkt und sie dann vor allem das kaufen, was sie wirklich benötigen - und dies dann entsprechend bei Discountern oder Online-Händlern nach dem günstigsten Preis. Das günstigere Szenario geht davon aus, dass Offline-Shopping stärker ein Bestandteil der Freizeitkultur wird. Wie schnell der Rückgang am Ende gehen wird, lässt sich kaum vorhersagen, die aktuelle Corona-Krise könnte nach Einschätzung der Experten aber zu einer Art Zeitraffer-Effekt führen.

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