VW will sehr viele E-Autos zu Pufferspeichern für Stromnetze machen
Der Automobilkonzern Volkswagen sieht sich mit seiner wachsenden Elektro-Auto-Flotte auch als kommender Dienstleister in der Energiewirtschaft. Die Fahrzeuge sollen dann auch im großen Stil als Puffer-Speicher für die Stromnetze dienen.
VWs Chef-Stratege Michael Jost betonte laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, dass die Batterien der Elektrofahrzeuge zukünftig eine wichtige Rolle bei der Stabilisierung der Stromnetze bringen könnten, wenn die Energieerzeugung nicht mehr zum überwiegenden Teil auf den wenig flexiblen Großkraftwerken beruht. Dann könnte die Energie aus den Fahrzeug-Akkus genutzt werden, um die Schwankungen von Angebot und Nachfrage abzufedern.
Wenn VW mit der Elektrifizierung seiner aktiven Fahrzeugflotte so vorankommt wie geplant, wird man bereits 2025 eine Kapazität von 350 Gigawattstunden bei den Kunden stehen haben. Und schon irgendwann in den darauffolgenden fünf Jahren wird wohl die Marke von einer Terawattstunde durchbrochen. Das wäre dann mehr, als alle Wasserkraftwerke der Welt, die zu den besten regenerativen Lieferanten einer stabilen Grundlast zählen, zusammen liefern können.
Im Groben würde das dann so funktionieren, dass beim Auftreten einer Bedarfsspitze in den Netzen, jene Elektrofahrzeuge, die aktuell am Stromanschluss hängen, gespeicherte Energie bereitstellen. Über intelligente Steuerungsmechanismen könnte dies so erfolgen, dass jedes Fahrzeug nur wenige Prozentpunkte seiner Ladung beiträgt und dies auch nur dann, wenn sich aus dem üblichen Nutzungsverhalten des Besitzers ablesen lässt, dass das Auto in den nächsten Stunden ohnehin nicht bewegt wird. Bei hunderttausenden oder gar Millionen E-Autos käme hier auch bei kleinen Einzelbeiträgen eine Energiemenge zusammen, die größere Peaks problemlos ausgleichen könnte und dann bei geringerer Nachfrage den Akku wieder auflädt.
Siehe auch: VW stellt Elektro-SUV ID.4 mit bis zu 500 Kilometern Reichweite vor
Wenn VW mit der Elektrifizierung seiner aktiven Fahrzeugflotte so vorankommt wie geplant, wird man bereits 2025 eine Kapazität von 350 Gigawattstunden bei den Kunden stehen haben. Und schon irgendwann in den darauffolgenden fünf Jahren wird wohl die Marke von einer Terawattstunde durchbrochen. Das wäre dann mehr, als alle Wasserkraftwerke der Welt, die zu den besten regenerativen Lieferanten einer stabilen Grundlast zählen, zusammen liefern können.
Viele kleine Beiträge
Jost sieht in der Nutzbarmachung der Kapazitäten ein komplett neues Geschäftsfeld für den Automobilkonzern aus Wolfsburg. Und damit wäre er keineswegs allein. Der Stromversorger E.ON arbeitet beispielsweise bereits gemeinsam mit dem japanischen Hersteller Nissan an vergleichbaren Vehicle-to-Grid (V2G)-Konzepten.Im Groben würde das dann so funktionieren, dass beim Auftreten einer Bedarfsspitze in den Netzen, jene Elektrofahrzeuge, die aktuell am Stromanschluss hängen, gespeicherte Energie bereitstellen. Über intelligente Steuerungsmechanismen könnte dies so erfolgen, dass jedes Fahrzeug nur wenige Prozentpunkte seiner Ladung beiträgt und dies auch nur dann, wenn sich aus dem üblichen Nutzungsverhalten des Besitzers ablesen lässt, dass das Auto in den nächsten Stunden ohnehin nicht bewegt wird. Bei hunderttausenden oder gar Millionen E-Autos käme hier auch bei kleinen Einzelbeiträgen eine Energiemenge zusammen, die größere Peaks problemlos ausgleichen könnte und dann bei geringerer Nachfrage den Akku wieder auflädt.
Siehe auch: VW stellt Elektro-SUV ID.4 mit bis zu 500 Kilometern Reichweite vor
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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