Schrecksekunde auf der ISS:
Leck erzwingt temporäre Evakuierung
Wegen eines Druckabfalls durch ein Leck auf der ISS mussten Astronauten kurzzeitig in ihre angedockte Raumkapsel evakuiert werden. Russische Kosmonauten haben mittlerweile Reparaturen durchgeführt und die Lage entschärft.
Die Kapsel mit dem Namen Freedom fungierte dabei als eine Art Rettungsboot. Die Besatzung, bestehend aus den NASA-Astronauten Jessica Meir, Jack Hathaway und Chris Williams sowie der ESA-Astronautin Sophie Adenot und dem Kosmonauten Andrey Fedyaev, legte ihre Raumanzüge an. Sie hielten sich bereit, die Station bei einer akuten Verschlechterung der Lage sofort in Richtung Erde zu verlassen.
Die Kosmonauten planten umfangreiche strukturelle Arbeiten, um die Schadstelle endgültig abzudichten. Nach einer ersten Schicht Dichtungsmasse pausierte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos die Arbeiten jedoch vorzeitig, um weitere Messungen durchzuführen und Daten auszuwerten. Da keine unmittelbare Gefahr mehr bestand, durften die evakuierten Astronauten die Dragon wieder verlassen und in den normalen Stationsbetrieb zurückkehren.
Trotz der geopolitischen Spannungen auf der Erde funktioniert die Kooperation zwischen den internationalen Partnern im Weltraum weiterhin reibungslos. Die ISS soll noch bis mindestens 2030, möglicherweise sogar bis 2032, betrieben werden. Bis dahin planen private Unternehmen, eigene Raumstationen im niedrigen Erdorbit zu etablieren. Weltweit arbeiten viele Ingenieure an entsprechenden Nachfolgeprojekten.
Die Technik der ISS sorgt zunehmend für Probleme. Haltet ihr den Betrieb bis 2032 für realistisch oder sollte die Station früher aufgegeben werden? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Siehe auch:
Druckabfall auf der ISS
Wegen eines Druckabfalls auf der Internationalen Raumstation ISS mussten die Raumfahrer am Freitag kurzzeitig evakuiert werden. Die Ursache für das Problem war ein sich vergrößerndes Leck im russischen Teil der Station. Um kein Risiko einzugehen, wies die US-Raumfahrtbehörde NASA ihre Crew an, sich in das angedockte Dragon-Raumschiff zurückzuziehen und es als "safe haven" (sicheren Hafen) zu verwenden.Die Kapsel mit dem Namen Freedom fungierte dabei als eine Art Rettungsboot. Die Besatzung, bestehend aus den NASA-Astronauten Jessica Meir, Jack Hathaway und Chris Williams sowie der ESA-Astronautin Sophie Adenot und dem Kosmonauten Andrey Fedyaev, legte ihre Raumanzüge an. Sie hielten sich bereit, die Station bei einer akuten Verschlechterung der Lage sofort in Richtung Erde zu verlassen.
Ursache im Swesda-Modul
Während die fünf Raumfahrer Schutz suchten, versuchten zwei verbliebene russische Kosmonauten, das Problem zu beheben. Wie Space.com berichtet, befindet sich das hartnäckige Leck im sogenannten PrK-Transfertunnel. Der Tunnel verbindet das ältere Swesda-Servicemodul mit einem Andockhafen für russische Frachtschiffe. Kleine Risse bereiten dort bereits seit dem Jahr 2019 Schwierigkeiten.Die Kosmonauten planten umfangreiche strukturelle Arbeiten, um die Schadstelle endgültig abzudichten. Nach einer ersten Schicht Dichtungsmasse pausierte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos die Arbeiten jedoch vorzeitig, um weitere Messungen durchzuführen und Daten auszuwerten. Da keine unmittelbare Gefahr mehr bestand, durften die evakuierten Astronauten die Dragon wieder verlassen und in den normalen Stationsbetrieb zurückkehren.
Alternde Technik im All
Der Vorfall verdeutlicht den fortschreitenden Verschleiß der orbitalen Plattform. Der Aufbau der ISS begann bereits im Jahr 1998. Das betroffene Swesda-Modul kreist seit Juli 2000 um die Erde. Ein Vorteil der langen Laufzeit ist die Möglichkeit zur kontinuierlichen Forschung in der Schwerelosigkeit. Der Nachteil liegt im zunehmenden Wartungsaufwand, der durch Materialermüdung und Mikrometeoriten entsteht.Trotz der geopolitischen Spannungen auf der Erde funktioniert die Kooperation zwischen den internationalen Partnern im Weltraum weiterhin reibungslos. Die ISS soll noch bis mindestens 2030, möglicherweise sogar bis 2032, betrieben werden. Bis dahin planen private Unternehmen, eigene Raumstationen im niedrigen Erdorbit zu etablieren. Weltweit arbeiten viele Ingenieure an entsprechenden Nachfolgeprojekten.
Die Technik der ISS sorgt zunehmend für Probleme. Haltet ihr den Betrieb bis 2032 für realistisch oder sollte die Station früher aufgegeben werden? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Ein Druckabfall auf der ISS zwang die Besatzung am Freitag zur Evakuierung
- Das Team suchte in der Dragon-Kapsel Freedom Schutz vor dem Luftverlust
- Ursache war ein Leck im russischen Swesda-Modul der Raumstation
- Kosmonauten dichteten die betroffene Stelle im Transfertunnel vorerst ab
- Die alternde Raumstation soll trotz Materialermüdung bis 2032 verbleiben
- Nachfolgende Projekte privater Firmen sollen die Station bald ersetzen
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