Unerwartet: Activision Blizzard entfernt alle Spiele aus GeForce Now

Gerade erst verließ GeForce Now seine langwierige Beta-Phase, schon muss Nvidias Spiele-Streaming-Dienst eine erste Pleite hinnehmen. Unerwartet beendet Publisher Activision Blizzard die Zusammenarbeit und zieht sich mit sämtlichen Games aus dem Cloud-Gaming zurück.
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Activision Blizzard
Aus bisher ungeklärten Gründen steigt der US-amerikanische Publisher und Entwickler Activision Blizzard aus dem Streaming-Geschäft aus und lässt alle seine Spiele von der erst kürzlich für die breite Masse geöffneten Nvidia GeForce Now-Plattform entfernen. Das gab der Chiphersteller in einem offiziellen Community-Beitrag am gestrigen Abend bekannt. Beliebte Titel wie Overwatch, World of Warcraft (WoW), Call of Duty Modern Warfare und Diablo 3 können ab sofort nicht mehr über das Nvidia-Portal auf Windows-PCs, Macs, Android-Tablets und Smartphones gestreamt werden.


Ist ein neuer Deal mit Stadia oder xCloud der Grund?

Es bleibt offen, ob ein Deal mit Konkurrenten wie Google Stadia oder Microsoft xCloud dazu geführt haben könnte, sich gegen Nvidias Spiele-Streaming-Dienst zu entscheiden. Im Ge­gen­satz zu vergleichbaren Plattformen gewährt GeForce Now Spielern die Möglichkeit bereits vorhandene Titel aus Bibliotheken wie Steam, Uplay, Origin und einst auch Battle.net zu übernehmen, anstatt diese in einem separaten Store erneut kaufen zu müssen. Zudem steht neben einer kostenpflichtigen Mitgliedschaft (5,49 Euro / Monat) ein Gratis-Zugang bereit, um den Service mit leichten Einschränkungen auf die Spieldauer pro Session auszuprobieren.

Unabhängig vom gewählten Tarif bietet Nvidia GeForce Now das Streaming von Spielen in einer 1080p-Auflösung (FullHD) bei bis zu 60 FPS an. Dafür empfiehlt der Chiphersteller eine Internetanbindung von 25 MBit/s oder mehr. Ab 15 MBit/s ist bereits die Übertragung im nie­dri­ger auflösenden 720p-Format möglich. Wer sich für das aktuelle Gründer-Paket ent­schei­det, hat zudem Zugriff auf Games, die von Nvidias RTX-Technik (Raytracing) profitieren, kann länger und schneller spielen. Dafür sorgen die GFN-Server, die laut Nvidia mit Intel-Prozessoren und optimierten GeForce RTX 2080-Gra­fik­kar­ten ausgestattet sind.

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