Activision-Chef muss Gehaltseinbuße hinnehmen - sein Bonus bleibt fett
Der Activision Blizzard-CEO Bobby Kotick kam zuletzt schwer unter Druck: Denn es wurde bekannt, dass der Publisher sich von Mitarbeitern trennt, der Chef aber gleichzeitig einen Rekordbonus bekommt. Das hatte nun für Kotick finanzielle Konsequenzen.
Mitte März wurde bekannt, dass Kotick einen gewaltigen Bonus bekommt und an ihn zusätzlich zu seinem alles andere als bescheidenen Gehalt 200 Millionen Dollar überwiesen werden. Das wäre an sich halb so schlimm, wenn nicht gleichzeitig bekannt geworden wäre, dass Blizzard 50 Mitarbeiter entlässt (nicht zum ersten Mal in der jüngeren Vergangenheit). Entsprechend viel Kritik gab es in Medien und der Gamer-Öffentlichkeit, auch intern dürfte das hohe Wellen geschlagen haben.
Auch seine durchaus kontroversen Boni wurden ähnlich gekürzt. Offiziell gibt Activision Blizzard an, dass diese Änderungen von Koticks Gehalt das Ziel hätten, dieses mit den "Unternehmenszielen in Einklang" zu bringen. Der Publisher gab an, dass dies "das Feedback der Aktionäre widerspiegelt, die besten Praktiken des Marktes einbezieht und die Vergütung weiterhin direkt mit der Leistung verbindet".
In der Tat gab es nach dem Bekanntwerden des jüngsten Bonus auch seitens von Anlegern Proteste: Die CtW Investment Group etwa griff Kotick scharf an und meinte, dass der CEO hier auch vertragliche Schlupflöcher ausgenutzt habe. Dazu kommt, dass die jüngsten Erfolge des Unternehmens nicht unbedingt mit der Leistung des Chefs zu tun haben, so CtW, sondern in einem Gaming-Boom während der Pandemie begründet sind.
Siehe auch: Activision Blizzard kündigt Mitarbeitern, CEO bekommt Rekordbonus
Gehaltskürzung
Mit Folgen: Denn bei einer aktuellen Vertragsverlängerung hat Kotick, der seinen Job auch die nächsten zwei Jahre machen wird, zugestimmt, dass sein Basisgehalt auf die Hälfte gekürzt wird. Diese Änderungen wurden an die Börsenaufsicht übermittelt und von Wowhead entdeckt (via PC Gamer).Auch seine durchaus kontroversen Boni wurden ähnlich gekürzt. Offiziell gibt Activision Blizzard an, dass diese Änderungen von Koticks Gehalt das Ziel hätten, dieses mit den "Unternehmenszielen in Einklang" zu bringen. Der Publisher gab an, dass dies "das Feedback der Aktionäre widerspiegelt, die besten Praktiken des Marktes einbezieht und die Vergütung weiterhin direkt mit der Leistung verbindet".
In der Tat gab es nach dem Bekanntwerden des jüngsten Bonus auch seitens von Anlegern Proteste: Die CtW Investment Group etwa griff Kotick scharf an und meinte, dass der CEO hier auch vertragliche Schlupflöcher ausgenutzt habe. Dazu kommt, dass die jüngsten Erfolge des Unternehmens nicht unbedingt mit der Leistung des Chefs zu tun haben, so CtW, sondern in einem Gaming-Boom während der Pandemie begründet sind.
Siehe auch: Activision Blizzard kündigt Mitarbeitern, CEO bekommt Rekordbonus
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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