Apple weigert sich erneut, dem FBI beim Zugriff auf iPhones zu helfen

Der kalifornische Konzern Apple legt sich erneut mit der US-amerika­ni­schen Bundespolizei an und wieder geht es darum, iPhones zu ent­schlüs­seln. Apple wehrte sich bereits 2016 hartnäckig und erfolgreich gegen die Backdoor-Wünsche des FBI und auch dieses Mal wird es ähnlich sein.
Kriminalität, Polizei, Fbi, Agent
2016 kam es zum ersten Showdown zwischen den US-Behörden und Apple, denn das FBI wollte im Zusammenhang mit dem Terrorfall von San Bernardino mit Hilfe des IT-Konzerns Zugriff auf das gesperrte und verschlüsselte Smart­phone des Attentäters erlangen. Dagegen wehrte sich Apple heftig, da man Hintertüren für jedwede Behörde oder Regierung ka­te­go­risch ausschließt.

Nun kommt es zu einem ganz ähnlichen Fall, da das FBI laut einem Bericht der New York Times von Apple fordert, die iPhones von Mohammed Saeed Alshamrani zu entsperren. Der Unteroffizier der saudi-arabischen Luftwaffe hat Anfang Dezember 2019 auf der Naval Air Station Pensacola in Florida drei Menschen erschossen und acht weitere verletzt. Die Bundespolizei hat nun einen "Durchsuchungsbefehl" bzw. gerichtliche Anordnung, die Geräte durchsuchen zu dürfen.

Server-Daten ja, Zugriff aufs iPhone nein

Und auch dieses Mal wird es auf ein Kräftemessen mit den US-Behörden hinauslaufen, denn Apple bleibt bei seinem strikten Nein. Apple bleibt bei seiner Ablehnung jeglicher Backdoors in seine Produkte. Jane Horvath, Senior Director of Global Privacy bei Apple, sagte auf der CES, dass solche Hintertüren keine Lösung seien.

Dabei betonte Apple, dass man auf Gerichtsanweisung alle auf Servern liegendenden Daten aushändige, auf die man Zugriff habe. Im Pensacola-Fall habe man das bereits vor einem Monat getan. Zugriff auf einzelne Geräte könne und wolle man nicht geben, da dies einen Eingriff in die Verschlüsselung der jeweiligen Hardware bedeuten würde - also eben eine streng abgelehnte Hintertür voraussetzen würde.

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