iPhone-Verschlüsselung:
FBI und US-Justiz motzen über Apple
In Vergangenheit sind der iPhone-Hersteller und die US- Justiz bzw. das FBI schon mehrfach aneinandergeraten, dabei ging es zumeist um die Weigerung Apples, seine Smartphones bei Verbrechen zu entschlüsseln. Zuletzt ging es um eine Schießerei auf einem Navy-Stützpunkt.
Ende 2019 kam es auf der Pensacola Naval Air Station zu einer tödlichen Schießerei. Ein Unteroffizier der saudi-arabischen Luftwaffe, der in Florida zur Ausbildung zu Besuch war, erschoss drei Menschen und verletzte acht weitere. Die US-amerikanischen Behörden wollten herausfinden, ob das "nur" ein Amoklauf war oder ob auch terroristische Hintergründe bestehen.
Ein Schlüssel zu diesen Informationen waren die iPhones des Attentäters, doch Apple hat sich geweigert, den Ermittlern dabei zu helfen, die Verschlüsselung der Geräte zu knacken. Daraufhin hat das FBI bekannt gegeben, dass man die Sache selbst in die Hand nehmen will.
Gestern haben Justizminister William Barr und FBI-Direktor Christopher Wray auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben, dass man nun Zugriff auf die Geräte bekommen habe (via The Verge). Eigenen Angaben nach wollen die Ermittler Hinweise gefunden haben, dass Mohammed Saeed Alshamrani Verbindungen zum Terror-Netzwerk Al-Kaida gehabt habe.
"Apples Entscheidung hat gefährliche Konsequenzen für die öffentliche und nationale Sicherheit und ist, meiner Einschätzung nach, inakzeptabel", sagte Barr. Er habe zwar Verständnis für den Wunsch Apples, seinen Kunden Privatsphäre zu bieten, "aber nicht um jeden Preis". Er könne nicht nachvollziehen, dass Unternehmen ihre Produkte und Apps nicht so bauen können, dass Behörden gerichtlich angeordneten Zugang bekommen. Kurz: Er will, dass Apple Backdoors einbaut, das verweigert der Konzern aber seit jeher kategorisch. Laut Apple könnte man dann nicht garantieren, dass diese Hintertüren auch einmal in falsche Hände gelangen könnten.
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Ein Schlüssel zu diesen Informationen waren die iPhones des Attentäters, doch Apple hat sich geweigert, den Ermittlern dabei zu helfen, die Verschlüsselung der Geräte zu knacken. Daraufhin hat das FBI bekannt gegeben, dass man die Sache selbst in die Hand nehmen will.
Gestern haben Justizminister William Barr und FBI-Direktor Christopher Wray auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben, dass man nun Zugriff auf die Geräte bekommen habe (via The Verge). Eigenen Angaben nach wollen die Ermittler Hinweise gefunden haben, dass Mohammed Saeed Alshamrani Verbindungen zum Terror-Netzwerk Al-Kaida gehabt habe.
Apple bleibt beim Backdoor-Nein
Fast wichtiger als die eigentlichen Ergebnisse der Ermittlungen waren aber die regelrechten Tiraden von Barr und Wray gegen Apple. Die beiden schimpften, dass der Konzern aus dem kalifornischen Cupertino nichts dazu beigetragen habe. Das Entsperren ohne Apple-Hilfe habe "große Summen an Steuerzahler-Dollar" verschlungen."Apples Entscheidung hat gefährliche Konsequenzen für die öffentliche und nationale Sicherheit und ist, meiner Einschätzung nach, inakzeptabel", sagte Barr. Er habe zwar Verständnis für den Wunsch Apples, seinen Kunden Privatsphäre zu bieten, "aber nicht um jeden Preis". Er könne nicht nachvollziehen, dass Unternehmen ihre Produkte und Apps nicht so bauen können, dass Behörden gerichtlich angeordneten Zugang bekommen. Kurz: Er will, dass Apple Backdoors einbaut, das verweigert der Konzern aber seit jeher kategorisch. Laut Apple könnte man dann nicht garantieren, dass diese Hintertüren auch einmal in falsche Hände gelangen könnten.
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