Erzwungener Elektroschrott:
iFixit kritisiert Apples Aktivierungssperre
Mehr Sicherheit für den Nutzer kann auch seine Schattenseiten haben - zumindest, wenn man an Fallstricke denkt, wie zum Beispiel die Aktivierungssperre von Apple. Darauf weist jetzt der Reparaturprofi iFixit hin und befürchtet, dass viele Macs demnächst verfrüht im Schrott landen.
"Jeden Monat werden Tausende von noch guten iPhones geschreddert, anstatt sie in die Hände von Menschen zu legen, die sie wirklich brauchen könnten", schreibt iFixit jetzt in einem neuen Bericht. Es geht dabei um die Aktivierungssperre, die Apple bereits in den Smartphones seit längerem einsetzt. "Und Macs sind das nächste Opfer", so iFixit.
Alle neuen Macs, die mit dem T2-Sicherheits-Chip ausgestattet sind, bekommen mit dem macOS Catalina-Update nun ebenfalls eine Aktivierungssperre. "Was bedeutet, dass wir bald auch viele ansonsten nutzbare Macs auf dem Weg zum Schredder sehen werden", schreibt iFixit.
Die Technik für eine bessere Diebstahlsicherung ist zwar im Grunde sehr gut und dürfte auch einige Technologiediebe abschrecken. Die Sperren verursachen aber auch unnötiges Chaos bei den Recyclern. Diese dürften wohl bald durch einen riesigen Haufen von gesperrten Geräten waten, die sie nicht wiederverwenden können, prognostiziert iFixit.
Dies reduziert dann wiederum das Angebot an generalüberholten Geräten und macht sie teurer - einmal ganz abgesehen davon, dass es ein Albtraum für die Umwelt ist.
Erzwungener Elektroschrott
Um sich diesen Haufen an Elektroschrott einmal vorzustellen, hat iFixit Zahlen gesucht. Allein der in Colorado ansässige Elektronik-Recycling- und Aufbereiter Wireless Alliance erhält laut dem Firmengründer und Eigentümer zwischen vier- und sechstausend deaktivierte iPhones pro Monat. Diese iPhones könnten ohne die Aktivierungssperre leicht überholt und wieder in Betrieb genommen werden, und somit ein Leben bei einem neuen Besitzer finden. Stattdessen müssen sie auseinandergenommen oder verschrottet werden, "und zwar nur wegen dieser Diebstahlsicherung", heißt es in dem Bericht.Alle neuen Macs, die mit dem T2-Sicherheits-Chip ausgestattet sind, bekommen mit dem macOS Catalina-Update nun ebenfalls eine Aktivierungssperre. "Was bedeutet, dass wir bald auch viele ansonsten nutzbare Macs auf dem Weg zum Schredder sehen werden", schreibt iFixit.
Die Technik für eine bessere Diebstahlsicherung ist zwar im Grunde sehr gut und dürfte auch einige Technologiediebe abschrecken. Die Sperren verursachen aber auch unnötiges Chaos bei den Recyclern. Diese dürften wohl bald durch einen riesigen Haufen von gesperrten Geräten waten, die sie nicht wiederverwenden können, prognostiziert iFixit.
Dies reduziert dann wiederum das Angebot an generalüberholten Geräten und macht sie teurer - einmal ganz abgesehen davon, dass es ein Albtraum für die Umwelt ist.
Nadine DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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