Proteste in Hongkong: Apple buckelt erneut vor chinesischen Zensoren

Hong Kong, Hongkong, Nacht, skyline Bildquelle: Marci Marc/CC0
In Hongkong wird seit Wochen und Monaten für die Erhaltung der Demokratie demonstriert, die Proteste wollen erreichen, dass China seinen Einfluss nicht noch weiter ausbaut. US-Unternehmen geraten nun immer häufiger zwischen die Fronten, auch Apple. Gerade erst ist Blizzard die Bestrafung eines Hearthstone-Profis, der sich solidarisch mit den Protesten in Hongkong gezeigt hat, regelrecht im Gesicht explodiert. Denn man hat den Profispieler drakonisch bestraft und das hat zu Kritik und Boykottaufrufen geführt.

Doch auch andere Unternehmen geraten in die Kritik, allen voran Apple. Denn auch der kalifornische Tech-Gigant hat zahlreiche Geschäftsbeziehungen zu China und möchte seinen wichtigen Partner nicht verärgern, notfalls auch unter "Dehnung" der eigenen moralischen bzw. demokratischen Werte.

Denn Apple beugt sich immer wieder den Wünschen Chinas, wenn es um das Thema Proteste in Hongkong geht. So hat man bereits in Vergangenheit Apps entfernt, die die Demonstranten eingesetzt haben, um sich zu organisieren. Nun gibt es einen weiteren vergleichbaren Fall.

US-Konzern gegen US-Medium - auf Chinas Wunsch

Denn wie The Verge berichtet, wirft die Nachrichten-Organisation Quartz dem kalifornischen Konzern vor, dass Apple die mobile Anwendung von Quartz aus dem chinesischen App Store entfernt hat und sie somit auch in Hongkong nicht mehr verfügbar ist. Dem waren Beschwerden der chinesischen Regierung zuvor gegangen. Grund dafür war laut Quartz die Berichterstattung über die Proteste in Hongkong, deshalb wurde auch die Webseite in China gesperrt. Gegenüber Quartz teilte Apple mit, dass die App "Inhalte hat, die in China illegal sind".

Quartz-CEO Zach Seward sagte gegenüber The Verge, dass man "derartige Regierungszensur des Internets" verabscheut und verweist auf die Möglichkeit zu VPNs und die Berichterstattung über die Proteste. Bemerkenswert ist hier u. a., dass Quartz ebenfalls ein US-Unternehmen ist und Apple überdies nicht definiert hat, welche Inhalte "illegal" sein sollen. Apple hat sich dazu bisher nicht geäußert. Hong Kong, Hongkong, Nacht, skyline Hong Kong, Hongkong, Nacht, skyline Marci Marc/CC0
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