US-Embargo: Trump-Regierung will Frist für Huawei nicht verlängern
Die Zusammenarbeit zwischen Huawei und US-amerikanischen Unternehmen bleibt weiterhin eingeschränkt und dürfte sich auch in Zukunft eher verschlechtern. Ausnahmen soll es über die am 19. November endende Übergangsfrist hinaus nicht mehr geben.
Der Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China spitzt sich weiter zu. Seit Ende Mai steht Huawei im Kreuzfeuer der beiden Regierungen, landete auf der schwarzen Liste und wehrt sich seit jeher gegen Spionagevorwürfe. Dass kein Ende der US-Sanktionen gegen den chinesischen Hersteller in Sicht ist, lässt sich aus jüngsten Aussagen von Rob Strayer herauslesen. Der im US-Außenministerium für Cyber- und internationale Kommunikation sowie Informationspolitik verantwortliche, stellvertretende Staatssekretär schließt eine Verlängerung der Übergangsfrist über den 19. November hinaus aus. Damit könnte das Handelsverbot zwischen US-Unternehmen und Huawei noch vor Weihnachten vollständig greifen.
Otto Normalverbraucher bekommt die US-Sanktionen gegen Huawei vor allem bei der Einführung neuer Smartphones zu spüren. Das prominenteste Beispiel: Huaweis Mate 30 Pro. Das neue Flaggschiff des Herstellers wurde vor über einer Woche präsentiert, ist jedoch vorerst nur in China erhältlich. Grund dafür ist das Fehlen wichtiger Google-Apps, die durch den Verlust einer offiziellen Android-Lizenz ab Werk nicht vorinstalliert sind. Auch die nachträgliche Installation des Play Store und von Programmen wie Gmail, Google Maps und Co. durch den Nutzer gestaltet sich aufgrund des geschlossenen Bootloaders schwierig.
Siehe auch:
Strafen für mit Huawei kooperierende Firmen und Regierungen denkbar
Wie die Kollegen von Bloomberg weiterhin berichten, wäre es zudem denkbar, dass es die Regierung unter US-Präsident Trump in Erwägung zieht, zusätzliche Strafen gegen Unternehmen und Länder zu verhängen, die weiterhin mit Huawei zusammenarbeiten. Strayer bezog sich dabei vorrangig auf Kooperationen im Bereich von 5G-Netzwerken, für die Huawei als Ausrüster trotz des US-Embargos diverse Partner finden konnte. Mit welchen Auswirkungen "Verbündete" des Herstellers rechnen müssen, gab Strayer nicht bekannt. Bis zum Fristende vergehen jedoch noch fast zwei Monate, in denen bezüglich des Handelskonflikts zwischen den USA und China noch viel passieren kann.Otto Normalverbraucher bekommt die US-Sanktionen gegen Huawei vor allem bei der Einführung neuer Smartphones zu spüren. Das prominenteste Beispiel: Huaweis Mate 30 Pro. Das neue Flaggschiff des Herstellers wurde vor über einer Woche präsentiert, ist jedoch vorerst nur in China erhältlich. Grund dafür ist das Fehlen wichtiger Google-Apps, die durch den Verlust einer offiziellen Android-Lizenz ab Werk nicht vorinstalliert sind. Auch die nachträgliche Installation des Play Store und von Programmen wie Gmail, Google Maps und Co. durch den Nutzer gestaltet sich aufgrund des geschlossenen Bootloaders schwierig.
Siehe auch:
- Huawei darf weiter ARM-CPUs entwickeln: US-Embargo ohne Wirkung
- Huawei hat keine Pläne, den Bootloader vom Mate 30 (Pro) freizugeben
- Harmony Studio: Huawei meldet Plattform für Entwickler als Marke an
- Huawei bestätigt Google-Bann: Alternativer App-Store auf Mate 30 & Co.
- Huawei Mate 30 (Pro): Das sind die Google-freien Top-Smartphones
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Stefan TrunzikLeitender Redakteur bei WinFuture.de
IT-Journalist seit 2003, der Hardware, Spiele und Gadgets selbst im Alltag testet. Sein Fokus liegt auf Kaufberatung und Verbraucherthemen.
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