Huawei Mate 30 (Pro): Das sind die Google-freien Top-Smartphones

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Huawei hat mit dem Mate 30 und dem Mate 30 Pro soeben seine beiden neu­en Flaggschiff-Smartphones für die zweite Jahreshälfte vorgestellt. Vor allem die Kamera und das Display rücken in den Mittelpunkt. Auch das Thema 5G ist natürlich ein Schwerpunkt. Der Europastart ist offen. Huawei-Chef Richard Yu ließ es sich nicht nehmen, diverse Seitenhiebe in Richtung der ab Morgen im Handel verfügbaren neuen Apple iPhone-11-Serie abzufeuern. Gleichzeitig kann seine Firma die neuen Modelle trotz der Vorstellung in München zunächst gar nicht in west­lichen Ländern auf den Markt bringen - jedenfalls nicht mit den sonst üblichen und ei­gent­lich dringend nötigen offiziellen Google-Apps. Huawei Mate 30 ProHuawei Mate 30 Pro: Kleinere Notch & Mega-Kamera Nichtsdestotrotz erklärte Yu, dass man mit dem Huawei Mate 30 und vor allem mit dem Huawei Mate 30 Pro wieder Maßstäbe bei Design und Technologie setzen will - wie man es schon zuletzt getan habe. Er verwies auf das Vorgängermodell, das schließlich schon lange vor dem Apple iPhone 11 ein quadratisches Kameramodul geboten habe. Bei den neuen Mo­del­len soll nun ein "Iconic Professional" genanntes Design die Käufer beeindrucken.

Die vier Kameras auf der Rückseite sitzen zwar immer noch in einem quadratischen Modul, doch äußerlich besitzen sie eine runde Abdeckung, die von einem mattierten Ring umgeben ist. Letztlich soll das Ganze, ebenso wie die abgeflachten Enden der Telefone an das Design der teuren Kameras von Huaweis Partner Leica erinnern, die schon seit Jahrzehnten als Design-Ikonen gelten. Huawei Mate 30 ProMate 30 Pro: Huawei setzt voll auf 'randlos' Beim Huawei Mate 30 Pro setzt der Hersteller auf ein 6,53 Zoll großes, flexibles OLED-Display, das an den Seiten in einem Winkel von 88 Grad extrem stark nach hinten gewölbt ist. Da­durch entsteht beim Betrachten von der Front der Eindruck, dass der Bildschirm links und rechts keinerlei Rand aufweist. Natürlich bleibt abzuwarten, wie gut Huawei bei einem solchen Bild­schirm die Handballen-Erkennung umsetzen kann, um Fehleingaben beim einfachen Halten des Geräts zu verhindern.

Der Bildschirm selbst löst für seine Größe erneut nicht sonderlich hoch auf. Das Panel ar­bei­tet mit 2400 x 1176 Pixeln, wobei man im Grunde eine "normale" Full-HD-Auflösung bie­ten will - das Mehr an Pixeln in der Breite entfällt auf die stark gewölbten Ränder. Das Sei­ten­ver­hält­nis gibt Huawei mit 18,4:9 an. Beim Huawei Mate 30 kommt ein größeres, aber dafür etwas "normaleres" OLED-Display mit 6,62 Zoll Diagonale zum Einsatz. Die Auflösung liegt wie im Vorjahr bei 2340 x 1080 Pixeln, so dass sich ein Seitenverhältnis von 19,5:9 ergibt. Huawei Mate 30 ProHuawei Mate 30 Pro: das Display biegt sich im 88-Grad-Winkel um die Seiten Der Hersteller wirbt außerdem damit, dass die beiden Panels HDR unterstützen und den DCI-P3-Farbraum der US-Filmindustrie voll abdecken. Mit einem "Cinematic Colour System" will man außerdem die Farben dynamisch anpassen, um Filme noch lebendiger wirken zu lassen. Mit dem Huawei M-Pen aus dem Zubehörprogramm für seine Tablets ermöglicht Huawei beim Mate 30 Pro sogar die Bedienung mit einem druckempfindlichen Stylus, der 4096 Druckstufen bietet.

Zwar besitzen beide Modelle eine "Notch" auf der Front, in der man unter anderem die Front­ka­me­ra unterbringt, aber nur das teurere Mate 30 Pro besitzt eine breitere Aussparung, weil es zusätzlich auch noch das lasergestützte Gesichtserkennungssystem an Bord hat, welches ähnlich Apples Face ID eine schnelle und sichere Entsperrung des Smartphones anhand der Gesichtsform ermöglicht. Zusätzlich hat dieses Modell auch noch einen weiteren Ka­me­ra­sen­sor auf der Front, mit dem man Gesten erkennen will, die der Nutzer mit seinen Händen über dem Bildschirm ausführen kann. Huawei Mate 30 ProDas gebogene Display macht die Lautstärketasten hinfällig Auch bei den Bildschirmen und den Abmessungen seiner Smartphones stellte Huawei wieder di­ver­se Vergleiche mit dem iPhone an, konkret dem iPhone 11 Pro Max. So seien nicht nur die Ränder deutlich schmaler, sondern auch die Bauform kompakter. Besondere Aufmerksamkeit bekamen auch die Abstände zwischen Display und Rahmen oben und unten. Im Vergleich zu den iPhones biete man mittlerweile deutlich schmalere Ränder, so dass Apple mit seinem frü­he­ren Alleinstellungsmerkmal inzwischen ins Hintertreffen geraten sein soll.

Wer beim Mate 30 Pro den Frontlautsprecher sucht, findet ihn garantiert nicht mehr. Statt eine entsprechende Lücke am oberen Rand zu lassen, setzt Huawei hier wie schon beim P30 Pro aus der ersten Jahreshälfte darauf, das Display selbst in Schwingung zu versetzen und so als "Lautsprecher" zu verwenden. Durch die stark gewölbten Ränder verschwinden übri­gens auch die Lautstärketasten am Gehäuse. Stattdessen verwendet Huawei zumindest beim Huawei Mate 30 Pro nun Software-Buttons, die per Doppeltipp an dien Rändern des Bild­schirms aktiviert werden. Hinzu kommt ein virtueller Auslöseknopf bei der Kamera-Nut­zung, den der Nutzer frei am Rand des Panels verschieben kann.

Zwei (!) 40-Megapixel-Kameras in einem Smartphone

Die Kameras bilden erwartungsgemäß den absoluten Schwerpunkt der Aus­stat­tung der Hua­wei Mate 30-Serie. Beim Pro-Modell verbaut Huawei nun gleich zwei 40-Megapixel-Sen­so­ren auf der Rückseite, wobei einer davon für Fotos und der zweite für Videos gedacht ist. Man spricht deshalb vom sogenannten SuperSensing Cine System. Der Foto-Sensor ist mit einem Bildstabilisator versehen und bietet eine F/1.6-Blende. Der Video-Sensor hat immerhin eine F/1.8-Blende und nutzt ein Seitenverhältnis von 3:2. Huawei Mate 30 ProDas Mate 30 Pro hat gleich zwei 40-Megapixel-Kameras - eine für Fotos, eine für Videos Er soll das Mate 30 Pro zu einem extrem leistungsfähigen Smartphone für Videoaufnahmen machen und ist deshalb sogar noch größer als der Sensor für Fotoaufnahmen. Durch den optischen Bildstabilisator und eine verbesserte Bildverarbeitung soll das Mate 30 Pro unter anderem 4K-Videos mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde aufzeichnen können - und das möglichst wackelfrei. Hinzu kommt, dass man Slow-Motion-Videos mit bis zu irrwitzigen 7680 Bildern pro Sekunde bieten will.

Wie schon zuvor soll die High-End-Kameratechnik des Mate 30 Pro auch in der Lage sein, "die Nacht zum Tag zu machen". Dies beschränkt sich nunmehr aber nicht mehr auf normale Fo­tos, sondern gilt ab sofort auch für Ultraweitwinkel-Aufnahmen. Zusätzlich bewirbt Huawei auch wieder die starke Leistung beim Zoomen. Die Frontkameras der beiden neuen Mate-30-Modelle arbeiten jeweils mit 24 bzw. sogar 32 Megapixeln, wobei das Pro-Modell zusätzlich auch noch 3D-Tiefeninformationen erfassen kann, um so bessere Selbstporträts anfertigen zu können. Huawei Mate 30 & Mate 30 LiteHuawei Mate 30: Auch das günstigere Modell soll in Sachen Kamera einiges drauf haben Beim "normalen" Huawei Mate 30 geht es etwas zivilisierter zu. Die Hauptkamera nutzt den gleichen 40-Megapixel-Sensor wie im Pro-Modell, der hier eine F/1.8-Blende mitbringt. Er be­sitzt allerdings keinen optischen Bildstabilisator. Dieser bleibt der Tele-Kamera mit acht Me­ga­pi­xeln und F/2.4-Blende vorbehalten. Zusätzlich ist auch noch eine Weitwinkelkamera mit 16-Megapixel-Sensor und F/2.2-Blende an Bord. Der vierte Sensor auf der Rückseite ist eigentlich ein Laser-Autofokus-System.

Maximale Power durch Huawei Kirin 990 CPU mit optionalem 5G

Im Innern des Huawei Mate 30 und Mate 30 Pro steckt natürlich der zur IFA 2019 erstmals offiziell vorgestellte HiSilicon Kirin 990 Octacore-SoC, der mit seinen acht Kernen bis zu 2,76 Gigahertz erreicht und erstmals in einem neuen, verbesserten Prozess mit nur sieben Na­no­me­tern Struk­tur­brei­te gefertigt wird. Er hat erneut eine ARM Mali-G76-GPU an Bord und bringt obendrein auch noch einen Coprozessor für KI-Aufgaben mit. Huawei hat außerdem als erster Hersteller überhaupt ein direkt in die CPU integriertes 5G-Modem im Angebot. Den Kirin 990 und damit auch das Mate 30 Pro gibt es aber auch ohne das 5G-Modem.

Um seine Führungsrolle in Sachen 5G-Support zu betonen, verglich Huawei das Mate 30 Pro in der 5G-Variante zusätzlich mit den Konkurrenzgeräten von Samsung und Apple. Während Samsungs Galaxy Note 10 Plus 5G nur drei 5G-Bänder unterstütze, sei beim Mate 30 Pro 5G der Support für gleich acht Frequenzbereiche integriert. Beim Apple iPhone 11 muss man bekanntermaßen noch ganz auf 5G-Unterstützung verzichten.

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Nur das Mate 30 Pro ist nach IP68 zertifiziert und somit wasser- und staubdicht. Beim Design der Gehäuse verwendet man ein neues Konzept. Während der obere Teil der Rückseite stark reflektierend und somit optisch ansprechend gestaltet wurde, gibt es eine Art Verlauf hin zu einer vollständigen Mattierung am unteren Ende. Dadurch sollen zumindest in dem Bereich, den der Nutzer normalerweise zum Festhalten des Smartphones berührt, deutlich weniger Fingerabdrücke entstehen können. Optional bietet man die Geräte auch in einer "Vegan Leather Edition" an, die mit einer Art künstlichem Leder anstelle von Glas auf der Rückseite aufwarten sollen. Huawei Mate 30 & Mate 30 LiteBeim Mate 30 und Mate 30 Pro geht es bunt zu - und auf Wunsch auch vegan Beim Akku legt Huawei im Fall der Mate 30-Serie wie immer noch eine Schippe drauf: das Pro-Modell bekommt nun einen 4500mAh-Akku, während der Stromspeicher bei der "normalen" Variante auf 4200mAh ausgebaut wird. Durch den großen Akku und eine effektive Kühlung soll das Mate 30 Pro 5G im 5G-Betrieb deutlich längere Laufzeiten als die Konkurrenz erreichen - und dabei deutlich kühler arbeiten. Die Energieversorgung erfolgt sowohl beim Mate 30 Pro als auch beim Mate 30 per SuperCharge-Netzteil mit bis zu 40 Watt.

Per Wireless-Charging will Huawei bei beiden Geräten immerhin sportliche 27 Watt Ladeleistung liefern. Das Reverse Charging-System zur Verwendung der Smartphones als Lade-Pad für andere Geräte soll ebenfalls deutlich verbessert worden sein und nun die dreifache Leistung bieten.

Porsche Design Mate 30 RSPorsche Design Mate 30 RSPorsche Design Mate 30 RSPorsche Design Mate 30 RS

Als Betriebssystem verwendet Huawei natürlich auch in Zukunft Android, wobei man jetzt auf eine angepasste Variante mit dem Namen EMUI 10 setzt, die allerhand kleinere Neuerungen mitbringt. Für PC-User sind vor allem die neuen Funktionen zur Interaktion mit dem Smart­phone vom Desktop aus interessant. Man soll künftig mit einem gespiegelten Smartphone-Bildschirm hantieren können und so mit Benachrichtigungen und ähnlichem hantieren. Natürlich ist damit auch der Umgang mit Dateien deutlich einfacher möglich.

Was Huawei anlässlich seines Launch-Events zum Mate 30 Pro nicht bekanntgab, waren genaue Details zu den Google-Diensten und der Verfügbarkeit. Aktuell geht man davon aus, dass beide Modelle nur in China direkt verfügbar sein werden. Mittelfristig strebt Huawei natürlich auch eine Einführung in Europa an. Für das Mate 30 Pro nannte Huawei im Fall des Modells mit acht Gigabyte RAM und 256 GB internem Flash-Speicher einen Preis von 1099 Euro. Beim Mate 30 setzt man einen Preis von vergleichsweise günstigen 799 Euro an.

Datenblatt zur Huawei Mate 30 Series
Modell Mate 30 Mate 30 Pro
Display 6,62 Zoll, 2340 x 1080 Pixel, AMOLED 6,53 Zoll, 2400 x 1176 Pixel, AMOLED, DCI-P3 Farbraum
Software EMUI 10.0 basierend auf Android 10
CPU Kirin 990 5G
Speicher 6/8 GB RAM, 128 GB Speicher 8 GB RAM, 128/256 GB Speicher
Hauptkamera Triple-Kamera, 16 MP Super-Weitwinkellinse (f/2.2), 40 MP Weitwinkellinse (f/1.6, optischer Bildstabilisator), 8 MP Teleobjektiv (f/2.4, optischer Bildstabilisator) Quad-Kamera, 40 MP Super-Weitwinkel- und Film-Kamera (f/1.8), 40 MP Weitwinkellinse (f/1.6, optischer Bildstabilisator), 8 MP Teleobjektiv (f/2.4, optischer Bildstabilisator), 3D-Tiefensensor
Frontkamera 24 MP, Blendenweite f/2.0 32 MP, Blendenweite f/2.0
Besonderheiten Fingerabdruckleser im Display, IP 53 3D-Gesichtserkennung, Screen-Sound Technologie, IP 68, 7680 fps SuperSlowmotion-Aufnahmen
Farben Cosmic Purple, Emerald Green, Classic Black und Space Silver; Kunstlederrückseiten in Vegan Leather Forrest Green und Vegan Leather Orange
Batterie 4200 mAh, 40 Watt Schnellladung, 27 Watt kabellos Laden 4500 mAh, 40 Watt Schnellladung, 27 Watt kabellos Laden
Maße und Gewicht 160,8 x 76,1 x 8,4 mm, 196 g 158,1 x 73,1 x 8,8 mm, 198 g
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