Huawei Mate 30 Pro: Deutschland-Start wegen US-Embargo in Gefahr
Der chinesische Hersteller Huawei hat weiterhin mit den Folgen der US-Sanktionen zu kämpfen. Nun ist auch der Europa-Start des Mate 30 Pro in Gefahr. Der Konzern prüft aktuell, ob es überhaupt Sinn ergibt, das Smartphone ohne Google Dienste auf den Markt zu bringen.
Mit dem faltbaren Mate X und dem Mate 30 Pro hat Huawei zwei heiße Eisen im Feuer, die stark unter dem anhaltenden US-Embargo der Trump-Regierung leiden. Stand jetzt werden die Smartphones keine Android-Lizenz erhalten und dürfen somit ab Werk nicht mit bekannten Diensten wie dem Google Play Store, Maps, Gmail und Co. bestückt werden. Nutzer müssten über Umwege selbst dafür sorgen, die Apps des Suchmaschinenbetreibers auf den neuen Flaggschiffen zu installieren. Eine klare Hemmschwelle, die von Otto Normalverbraucher wahrscheinlich nicht gern überwunden wird.
So soll das neue Huawei Mate 30 Pro Smartphone aussehen.
Eine Lösung im Handelsstreit zwischen den USA und China ist bislang noch nicht in Sicht. Bis dahin dürfte Huawei weiterhin auf der so genannten "schwarzen Liste" stehen, welche die Zusammenarbeit mit US-amerikanischen Firmen verhindert. Eine Alternative zu Googles Android-Betriebssystem ist zwar mit Huaweis Harmony OS in Sicht, von einer Marktreife und Akzeptanz der Nutzer kann aber noch nicht die Rede sein. In der nächsten Woche werden wir erfahren, wie das Unternehmen reagieren wird. Von einem Launch des Huawei Mate 30 Pro mit einer offiziellen Android-Lizenz kann derzeit nicht ausgegangen werden.
Siehe auch:
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Huawei prüft, ob Nutzer Google-Dienste selbst installieren würden
Die Kollegen der Welt haben anlässlich der IFA 2019 in Berlin dieses Thema bei Richard Yu angesprochen. Er leitet bei Huawei das weltweite Smartphone-Geschäft. Demnach prüft das in China ansässige Unternehmen aktuell, ob es Nutzer akzeptieren würden, wichtige Google-Dienste in Eigenregie auf ihre neuen Mobiltelefone zu bringen. Dieser Prozess könnte laut Huawei allerdings mehrere Monate in Anspruch nehmen. Doch die Zeit wird knapp: Schon am 19. September soll das Huawei Mate 30 Pro in München vorgestellt werden. Zum jetzigen Zeitpunkt ist denkbar, dass man das neue Flaggschiff lediglich auf dem chinesischen Heimatmarkt anbieten wird.Eine Lösung im Handelsstreit zwischen den USA und China ist bislang noch nicht in Sicht. Bis dahin dürfte Huawei weiterhin auf der so genannten "schwarzen Liste" stehen, welche die Zusammenarbeit mit US-amerikanischen Firmen verhindert. Eine Alternative zu Googles Android-Betriebssystem ist zwar mit Huaweis Harmony OS in Sicht, von einer Marktreife und Akzeptanz der Nutzer kann aber noch nicht die Rede sein. In der nächsten Woche werden wir erfahren, wie das Unternehmen reagieren wird. Von einem Launch des Huawei Mate 30 Pro mit einer offiziellen Android-Lizenz kann derzeit nicht ausgegangen werden.
Siehe auch:
- US-Embargo hat Folgen: Huawei entlässt wohl tausende Mitarbeiter
- Microsoft-Präsident: Die Behandlung von Huawei ist unamerikanisch
- EMUI 10: Huawei nennt Update-Zeitplan für viele Smartphones
- Kirin 990 5G: Das kann Huaweis neuer Smartphone-Spitzenprozessor
- Huawei FreeBuds 3: AirPods-Klon mit ANC macht Apple Konkurrenz
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