Warum so viele Netflix-Serien nach drei Staffeln enden müssen
Langjährige Nutzer des Streaming-Dienstes Netflix kennen sicherlich das eher unschöne Phänomen, dass Serien verhältnismäßig schnell abgesetzt werden. Zumeist ist das nach drei oder vier Staffeln der Fall und das hat spezielle Gründe.
Daredevil, Marvel's Jessica Jones, The Rain, Santa Clarita Diet und noch einige mehr. Viele Serien, die den Titel Netflix Originals tragen, werden nach drei Staffeln eingestellt, andere schaffen es nicht einmal bis dahin. Das ist aber nicht etwa fehlende "Geduld" oder eine mangelnde Überzeugung für die Serie, sondern wirtschaftliches Kalkül, wie das Blog Basic Thinking (via derStandard) analysiert.
Länger laufende Serien können oftmals ihre Zuschauerzahlen halten und treue Fans begeistern, neue Abos können sie hingegen in der Regel nicht generieren. Das führt dazu, dass in der Programmplanung bzw. den für Eigenproduktionen verantwortlichen Netflix-Managern immer häufiger der Daumen nach unten gezeigt wird, wenn Staffeln mit Nummer drei oder vier anstehen.
Ob man das alles tatsächlich so kritisch sehen muss, ist indes eine andere Frage: Denn bei so mancher Serie geht den Kreativen im Lauf der Jahre auch gerne mal die Luft aus. Bei so mancher Produktion gilt wohl deshalb das Motto: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Das berücksichtigen viele Serienmacher deshalb von Anfang an, weshalb man auch nicht von Absetzungen sprechen kann: So war Stranger Things von Beginn an für vier Staffeln angesetzt, auch die deutsche Produktion Dark wird nach drei Staffeln - wie vorgesehen - enden.
Abos als Währung
Hintergrund ist hier zumeist die Rechnung, dass neue Serien Kunden gewinnen können, Fortsetzungen von Produktionen aber hingegen Geld kosten, also mehr als sie einbringen. Das liegt daran, dass Neuabonnenten die wichtigste "Währung" des Streaming-Riesen sind, klassische Einschaltquoten spielen bei Netflix hingegen keine oder nur eine untergeordnete Rolle.Länger laufende Serien können oftmals ihre Zuschauerzahlen halten und treue Fans begeistern, neue Abos können sie hingegen in der Regel nicht generieren. Das führt dazu, dass in der Programmplanung bzw. den für Eigenproduktionen verantwortlichen Netflix-Managern immer häufiger der Daumen nach unten gezeigt wird, wenn Staffeln mit Nummer drei oder vier anstehen.
Verteuerung
Ein Grund dafür ist auch, dass Staffeln immer teurer werden, je länger sie laufen. Das Hollywood-Branchenportal Deadline schreibt dazu, dass Netflix eine Produzentengebühr zahlen muss, die exponentiell steigt, je länger eine Serie läuft. Kurzum: Serien werden mit der Zeit immer teurer, bringen aber immer weniger ein.Ob man das alles tatsächlich so kritisch sehen muss, ist indes eine andere Frage: Denn bei so mancher Serie geht den Kreativen im Lauf der Jahre auch gerne mal die Luft aus. Bei so mancher Produktion gilt wohl deshalb das Motto: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Das berücksichtigen viele Serienmacher deshalb von Anfang an, weshalb man auch nicht von Absetzungen sprechen kann: So war Stranger Things von Beginn an für vier Staffeln angesetzt, auch die deutsche Produktion Dark wird nach drei Staffeln - wie vorgesehen - enden.
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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