Frauenbild veraltet: Mehrheit findet Darstellung in Games unzeitgemäß
Der Branchenverband Bitkom hat im Vorfeld der Gamingmesse Gamescom in Köln eine Umfrage zu dem Branchentrends 2019 durchgeführt. Ein großes Thema: Die Darstellung von Frauen in Spielen. Eine deutliche Mehrheit der Frauen sieht hier dringenden Verbesserungsbedarf, in dieser Meinung erhalten sie von jedem zweiten Mann Rückenwind.
Nutzer sehen Nachholbedarf: Das Frauenbild beim Gaming
Mit der aktuell oft vorherrschenden Darstellung von Frauen in Spielen gibt es aber nach Meinung vieler Nutzer noch einige Probleme. "Gleichwohl sehen wir, dass sich ein Teil dabei von der Branche diskreditiert fühlt", so die Bitkom in ihrem Resümee zur Umfrage. Demnach haben 82 Prozent der befragten Spielerinnen, die zumindest gelegentlich spielen, angegeben, dass nach ihrer Meinung ihr Geschlecht weder "angemessen noch zeitgemäß" in Spielen repräsentiert wird, unter den Männern sagen dies 52 Prozent.
Gaming-Chauvinismus? Geht es nach der Umfrage, ist das Frauenbild schlecht
Nach der aktuellen repräsentativen Umfrage der Bitkom zu den Gamingtrends 2019 spielen 43 Prozent der Deutschen zumindest gelegentlich Computer- oder Videospiele. Dabei zeigt sich in der Geschlechterverteilung, dass Gaming nicht - wie in der Vergangenheit gerne attestiert wurde - eine Männersache ist: Mit 45 Prozent bei den Männern und 41 Prozent bei den Frauen ist die spielerische Freizeitbeschäftigung bei beiden Geschlechtern fast gleichermaßen beliebt. "Gaming ist ein Massenphänomen und hat sich in der Breite der Gesellschaft etabliert", sagt Bitkom-Präsidiumsmitglied Olaf May.
Nutzer sehen Nachholbedarf: Das Frauenbild beim Gaming
Mit der aktuell oft vorherrschenden Darstellung von Frauen in Spielen gibt es aber nach Meinung vieler Nutzer noch einige Probleme. "Gleichwohl sehen wir, dass sich ein Teil dabei von der Branche diskreditiert fühlt", so die Bitkom in ihrem Resümee zur Umfrage. Demnach haben 82 Prozent der befragten Spielerinnen, die zumindest gelegentlich spielen, angegeben, dass nach ihrer Meinung ihr Geschlecht weder "angemessen noch zeitgemäß" in Spielen repräsentiert wird, unter den Männern sagen dies 52 Prozent.
Mehr Frauen in der Branche hilft schon
Die Hälfte der befragten Frauen äußert außerdem den Wunsch, dass mehr starke weibliche Figuren in Spielen eine Rolle spielen, bei den Männern wird dieser Wunsch von 38 Prozent geäußert. "Eine angemessene und zeitgemäße Repräsentation von Frauen in Games ist wichtig, hier besteht noch Aufholbedarf", sagt May. Allerdings sieht die Bitkom schon einen klaren Weg, wie sich das Frauenbild in der Branche langfristig entsprechend beeinflussen lässt: "Je mehr Frauen in der Spielebranche arbeiten, umso positiver wird sich das auf das Frauenbild und die Vielfalt in Spielen auswirken."
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