Wolfenstein: Youngblood - Handel meidet erlaubte Hakenkreuz-Version
Seit Ende der vergangenen Woche ist der neueste Ableger des Shooters Wolfenstein zu haben und die Nazi-Jagd in der Alternativ-Geschichte ist das erste Spiel in Deutschland, bei dem die Darstellung von Hakenkreuzen offiziell gestattet ist. Im Handel geht man aber dennoch auf Nummer sicher und verkauft lieber die bereinigte Version.
Das spezielle Problem von Games: Diese waren früher nicht durch den Kunstbegriff gedeckt und so konnte man auch nicht böse und teuflische Nazis jagen. In den Wolfenstein-Spielen gab es entsprechend weder Hakenkreuze noch sonstige Verweise auf Nazis, denn diese werden dort schlichtweg als "Regime" bezeichnet.
2018 hat die USK bekannt gegeben, dass die Sozialadäquanzklausel künftig auch für Spiele Anwendung finden wird und Wolfenstein: Youngblood ist nun das erste Spiel, das tatsächlich mit Hakenkreuzen und Co. kommen darf. Der deutsche Handel lässt aber dennoch die Finger davon, wie GamesWirtschaft berichtet.
Der Handelsriese ist mit dieser Entscheidung nicht alleine, denn auch der Microsoft Store und GameStop lassen lieber die Finger von der internationalen Version. Sony und Nintendo bieten hingegen auch die internationale Fassung an. Man sollte allerdings anmerken, dass die beiden Fassungen eine Entweder/oder-Angelegenheit sind: Denn die internationale Version bietet kein Deutsch (Sprache und Text), wer des Englischen nicht so gut mächtig ist, der muss zur deutschen Fassung greifen - wer hingegen die englische Tonspur haben will, der muss die internationale Fassung wählen.
Sozialadäquanzklausel
Die Diskussion um die Darstellung von verfassungsfeindlichen Symbolen in Games ist fast so alt wie Videospiele selbst. Dabei geht es um den Begriff der so genannten Sozialadäquanzklausel. Diese besagt, dass man Hakenkreuze und ähnliches in Ausnahmefällen zeigen darf, nämlich bei "bestimmten Verwendungen von Kennzeichen in den Bereichen der Wissenschaft und Lehre, der Kunst oder der staatsbürgerlichen Aufklärung".Das spezielle Problem von Games: Diese waren früher nicht durch den Kunstbegriff gedeckt und so konnte man auch nicht böse und teuflische Nazis jagen. In den Wolfenstein-Spielen gab es entsprechend weder Hakenkreuze noch sonstige Verweise auf Nazis, denn diese werden dort schlichtweg als "Regime" bezeichnet.
2018 hat die USK bekannt gegeben, dass die Sozialadäquanzklausel künftig auch für Spiele Anwendung finden wird und Wolfenstein: Youngblood ist nun das erste Spiel, das tatsächlich mit Hakenkreuzen und Co. kommen darf. Der deutsche Handel lässt aber dennoch die Finger davon, wie GamesWirtschaft berichtet.
"Sensibler Inhalt"
Denn gegenüber dem Fachmedium hat Media-Saturn bestätigt, dass bei MediaMarkt und Saturn ausschließlich die deutsche Version des Shooters verkauft wird, das ist die bereinigte Ausgabe. Man verweist auf den "sensiblen Inhalt" der internationalen Version.Der Handelsriese ist mit dieser Entscheidung nicht alleine, denn auch der Microsoft Store und GameStop lassen lieber die Finger von der internationalen Version. Sony und Nintendo bieten hingegen auch die internationale Fassung an. Man sollte allerdings anmerken, dass die beiden Fassungen eine Entweder/oder-Angelegenheit sind: Denn die internationale Version bietet kein Deutsch (Sprache und Text), wer des Englischen nicht so gut mächtig ist, der muss zur deutschen Fassung greifen - wer hingegen die englische Tonspur haben will, der muss die internationale Fassung wählen.
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