Pfusch und miese Arbeitsbedingungen:
Schwere Vorwürfe gegen Tesla
Der Elektroautobauer Tesla wird verehrt wie kaum ein anderes Unternehmen der Branche, daran ändern auch die regelmäßigen Fehltritte von Elon Musk nichts. Doch bei allem Kultfaktor: Tesla ist und bleibt ein kapitalistisches Unternehmen. Ein Bericht wirft nun ein mehr als schlechtes Licht auf die Zustände in den Tesla-Fabriken.
Tesla war bis vor kurzem ein Hersteller, der sich an eine begeisterte, aber eben auch sehr zahlungskräftige Kundschaft richtete. Entsprechend war eher Qualität statt Quantität angesagt. Mit dem Model 3 will Tesla aber in der Mitte der Konsumgesellschaft landen und entsprechend auch Massen verkaufen. Doch das gestaltet sich schwieriger als gedacht, da Tesla lange Zeit Probleme hatte, die Produktion auf die benötigten Stückzahlen zu drücken.
Genauer gesagt geht es um die "Open-Air"-Fabrik GA4 (General Assembly 4) im kalifornischen Fremont, die in einer Zeltkonstruktion untergebracht ist. Das führt dazu, dass die Arbeiter dort, anders als in "echten" Fabriken, den Elementen ausgesetzt sind: Es gibt zahlreiche Berichte, dass es unter Tags in der GA4-Fabrik zu warm und stickig ist, in der Nacht zu kalt und bei Regen Wasser eindringt. Dazu kommen Schädlinge wie Mäuse und Ungeziefer, die die Arbeiter plagen (und auch Kabel anknabbern sollen).
Dazu kommen auch noch diverse "Abkürzungen" in Bezug auf Sicherheitsprotokolle. Gleich fünf Insider berichten, dass in der eigentlich nur für den temporären Zweck errichteten GA4 immer wieder ein Auge zugedrückt wird und Autos wissentlich durchgewunken werden, bei denen man weiß, dass Bolzen oder Muttern fehlen - alles im Namen der Zeitersparnis, so CNBC. Der Bericht vergleicht den Prozess mit Software-Herstellung: Kleinere Bugs werden ignoriert, da man sie schließlich auch nachträglich patchen kann.
Ambitionierte Ziele
Doch ein Bericht von CNBC wirft ein ziemlich schlechtes Licht auf die Zustände, die bei der Model 3-Produktion herrschen sollen. So berichten aktuelle und ehemalige Mitarbeiter von miserablen Arbeitsbedingungen und Pfusch, damit die ambitionierten Ziele von Tesla erfüllt werden können.Genauer gesagt geht es um die "Open-Air"-Fabrik GA4 (General Assembly 4) im kalifornischen Fremont, die in einer Zeltkonstruktion untergebracht ist. Das führt dazu, dass die Arbeiter dort, anders als in "echten" Fabriken, den Elementen ausgesetzt sind: Es gibt zahlreiche Berichte, dass es unter Tags in der GA4-Fabrik zu warm und stickig ist, in der Nacht zu kalt und bei Regen Wasser eindringt. Dazu kommen Schädlinge wie Mäuse und Ungeziefer, die die Arbeiter plagen (und auch Kabel anknabbern sollen).
Schnell statt gründlich
Ebenso schlimm sind die Berichte über Pfusch, der beim Zusammenbau der Model 3-Autos in der GA4-Fabrik passieren soll. Die Arbeiter berichten gegenüber CBNC, dass ein immenser Druck ausgeübt wird, die gesteckten Produktionsziele zu erreichen. Laut den Insidern werden dabei schnelle "Reparaturen" von Rissen in Gehäusen und ähnlichem mit Isolierband durchgeführt.Dazu kommen auch noch diverse "Abkürzungen" in Bezug auf Sicherheitsprotokolle. Gleich fünf Insider berichten, dass in der eigentlich nur für den temporären Zweck errichteten GA4 immer wieder ein Auge zugedrückt wird und Autos wissentlich durchgewunken werden, bei denen man weiß, dass Bolzen oder Muttern fehlen - alles im Namen der Zeitersparnis, so CNBC. Der Bericht vergleicht den Prozess mit Software-Herstellung: Kleinere Bugs werden ignoriert, da man sie schließlich auch nachträglich patchen kann.
Tesla dementiert
Tesla hat den Bericht, der auch diverse Beweisfotos aufweist, zurückgewiesen und die "anekdotischen" Erzählungen von "einigen nicht benannten Quellen" als "irreführend" bezeichnet (Anmerkung: CNBC nennt aber sehr wohl auch Namen). Der Hersteller betonte, dass man jedem Kunden ein "perfektes Auto" liefern will und ein akribischer Testprozess jedes Fahrzeug aufs Genaueste prüft, bevor es an den Kunden geht. Infografik: Elon Musk - Das Leben in der Zusammenfassung
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