Stranger Things-Leaks: 4K-Kopierschutz von Netflix womöglich geknackt

Piraterie ist auch in Zeiten von Netflix und Co. allgegenwärtig. Mehr als das, die großen Streaming-Portale sind häufig auch die Quelle für die in Filesharing-Börsen und -Portalen geteilten Dateien. Eine Ausnahme sind 4K-Inhalte, denn diese sind durch die strengsten Kopierschutzmaßnahmen gesichert. Aktuell werfen aber Stranger Things-Releases Fragen auf.
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Wer in der Filesharing-Szene für Filme und TV-Serien unterwegs ist, der kennt sicherlich Begriffe wie "CAM", "DVDRip", "WEBRip" und "Web-DL". Diese kennzeichnen die Quelle für das illegal kopierte Material. "CAM" steht etwa für abgefilmtes Kino-Material, "Web-DL" hingegen stammt zumeist von den Streaming-Diensten Netflix, Amazon und iTunes, diese gelten als "zuverlässige" Quelle für Piraten.

Widevine DRM

Es gibt aber eine Ausnahme und diese betrifft Material, das in Ultra-HD-Auflösung vorliegt. Denn 4K-Inhalte sind meist "wasserdicht" geschützt, im Fall von Netflix durch das Widevine-DRM der höchsten Stufe. Ein Crack dieser Kopierschutzmaßnahme gilt laut dem Filesharing-Blog TorrentFreak als "heiliger Gral" unter den Piraten.


Aktuell gibt es einige Hinweise, dass die 4K-Verschlüsselung von Netflix geknackt sein könnte. Denn am Wochenende sind Folgen durchgesickert, die darauf schließen lassen, dass es den Crackern gelungen ist, die Verschlüsselung zu umgehen. Es ist aber nicht klar, ob man tatsächlich von "knacken" sprechen kann, denn derzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass die Keys bzw. die Verschlüsselung gänzlich offenliegen.

Dennoch werfen aber Folgen der Mystery-Serie Stranger Things Fragen auf, denn die "Deflate"-2160p-Releases sind allesamt mit "Internal" sowie "Web" getaggt. Letzteres bedeutet, dass es sich um keinen Rip handelt, sondern dass hier unverändertes Material vorliegt, das ohne Qualitätsverluste von Netflix extrahiert wurde.

Solche Releases sind sehr selten, laut TF müssen sie "lossless" sein, entweder von einer offiziell angebotenen Quelle oder sonstigen Methoden wie Backdoors. Wie Deflate das geschafft hat, ist derzeit aber noch unklar. Netflix hat sich dazu bisher nicht geäußert.
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