EA bizarr: Ja, er sieht so aus, handelt so, ist aber garantiert kein Nazi
Electronic Arts (EA) hat sich bei einem seiner neuen DLC-Charaktere nicht nur mit der Namenswahl ordentlich in die Nesseln gesetzt. Auch die Versuche, den angerichteten Schaden schnell zu beseitigen, scheitern kläglich. Statt einer einfachen Entschuldigung und Korrektur bekommt die Öffentlichkeit vor allem ein ziemlich bizzarres Herumlavieren geboten.
Kürzlich stellte EA mehrere neue Elite-Figuren vor, die Gamer sich für Battlefield V dazukaufen können. Unter ihnen befindet sich auch ein Charakter, bei dem man eigentlich nur eine Assoziation haben kann: Genau so sieht das Klischee eines Nazi-Schergen aus, wie ihn Hollywood sich nicht stereotyper hätte ausdenken können - eiskalt, brutal und berechnend.
Allerdings hätte man dann doch besser recherchieren sollen, wenn man sich schon an einem so sensiblen Hintergrund wie dem Zweiten Weltkrieg bedient. Den Charakter hatte man kurzerhand "Wilhelm Franke" getauft. Statt den EA-Mitarbeitern haben dann eben einige Nutzer den Namen direkt mal in die Suchmaschine ihrer Wahl eingegeben und herausgefunden, dass so ein Widerstandskämpfer der Sozialdemokraten hieß, der mehrfach in Haft saß und seinen Lehrerberuf nicht mehr ausüben durfte.
In einem Punkt reagierte EA dann richtig: In einer Stellungnahme gegenüber Vice erklärte man, dass man erst jetzt von der Namensgleichheit erfahren habe. Man bat um Entschuldigung und erklärte, dass man auf gar keinen Fall respektlos sein wollte. Umgehend wurde angekündigt, dass der Name geändert werde und die dafür notwendigen Prozesse bereits angestoßen worden seien. Jeder PR-Berater, der bei Verstand ist, hätte hier dann einen Strich gezogen.
Das tat letztlich aber niemand und so konnte sich der zuständige EA-Vertreter zünftig um Kopf und Kragen reden. "Der oben genannte Elite, Wilhelm Franke, dessen Namen wir ändern, ist kein Nazi, sondern ein deutscher Soldat, so wie jene, die wir bereits im Spiel haben", hieß es. Des Weiteren würden in Battlefield V ohnehin keine politischen Statements getroffen, die in irgendeinem Zusammenhang mit den realen Ereignissen im Zweiten Weltkrieg stünden. "Und es gibt keine Hakenkreuze im Spiel."
Das verkennt allerdings völlig, dass ein solch einschneidendes historisches Ereignis schlicht nicht aus jedem Kontext herausgenommen und als neutraler Hintergrund für ein Spiel eingesetzt werden kann. Der Versuch, dies zu tun, zeugt bestenfalls von naiver Verantwortungslosigkeit.
Allerdings hätte man dann doch besser recherchieren sollen, wenn man sich schon an einem so sensiblen Hintergrund wie dem Zweiten Weltkrieg bedient. Den Charakter hatte man kurzerhand "Wilhelm Franke" getauft. Statt den EA-Mitarbeitern haben dann eben einige Nutzer den Namen direkt mal in die Suchmaschine ihrer Wahl eingegeben und herausgefunden, dass so ein Widerstandskämpfer der Sozialdemokraten hieß, der mehrfach in Haft saß und seinen Lehrerberuf nicht mehr ausüben durfte.
Achtung! Achtung! Der Mann in diesem Video ist kein Nazi!
In einem Punkt reagierte EA dann richtig: In einer Stellungnahme gegenüber Vice erklärte man, dass man erst jetzt von der Namensgleichheit erfahren habe. Man bat um Entschuldigung und erklärte, dass man auf gar keinen Fall respektlos sein wollte. Umgehend wurde angekündigt, dass der Name geändert werde und die dafür notwendigen Prozesse bereits angestoßen worden seien. Jeder PR-Berater, der bei Verstand ist, hätte hier dann einen Strich gezogen.
Das tat letztlich aber niemand und so konnte sich der zuständige EA-Vertreter zünftig um Kopf und Kragen reden. "Der oben genannte Elite, Wilhelm Franke, dessen Namen wir ändern, ist kein Nazi, sondern ein deutscher Soldat, so wie jene, die wir bereits im Spiel haben", hieß es. Des Weiteren würden in Battlefield V ohnehin keine politischen Statements getroffen, die in irgendeinem Zusammenhang mit den realen Ereignissen im Zweiten Weltkrieg stünden. "Und es gibt keine Hakenkreuze im Spiel."
Das verkennt allerdings völlig, dass ein solch einschneidendes historisches Ereignis schlicht nicht aus jedem Kontext herausgenommen und als neutraler Hintergrund für ein Spiel eingesetzt werden kann. Der Versuch, dies zu tun, zeugt bestenfalls von naiver Verantwortungslosigkeit.
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